Wassenberg: Ortungssystem führt Retter zu Verletztem

Mountainbike-Unfall : Ortungssystem führt Retter zu Verletztem

Nach einem Mountainbike-Unfall im Wassenberger Wald hat der Rettungsdienst des Kreises Heinsberg sein neues Ortungssystem „AML“ eingesetzt, um den verletzten Jugendlichen zu finden. Ohne dieses System wäre es weit schwieriger gewesen, den 13-Jährigen im Wald ausfindig zu machen, sagte Alexander Heinrichs von der Rettungsleitstelle.

Gegen 17 Uhr war der 13-Jährige im Wald zwischen Wingertsmühle und Pontosonplatz so schwer gestürzt, dass er auf die Hilfe des Rettungsdienstes angewiesen war. Als der Notruf einging, habe der Anrufer, wohl ein Begleiter des Unfallopfers, nicht genau sagen können, wo sich der Verletzte befindet, sagte Heinrichs. Mit dem Ortungssystem konnte die Leitstelle jedoch direkt bis auf zehn Meter genau feststellen, wo der Anrufer steht. Und das ist gerade bei Unfällen im Wald Gold wert.

Dieses Ortungssystem ist im Kreis Heinsberg brandneu, der Mountainbike-Unfall sei der erste Fall gewesen, in dem es dringend notwendig war, auf die Daten aus der Ortung zurückzugreifen. Diese automatische Ortung funktioniere jedoch nur mit Android-Betriebssystemen auf dem Smartphone. In diesem Fall hatte der verletzte Jugendliche also Glück, dass der Notruf von einem Android-Handy abgesetzt wurde.

Da sich der Sturz mit dem Mountainbike tiefer im Wald ereignete, informierte die Rettungsleitstelle auch die Feuerwehr. Mit geländegängigen Fahrzeugen und zusätzlichen Einsatzkräften sei es in oft schwieriger zugänglichen Waldgebieten einfacher, Verletzte zum Rettungswagen zu bringen, sagte Heinrichs.

Da sich der 13-Jährige „gravierendere Verletzungen“ zugezogen hatte, riefen die Einsatzkräfte einen Rettungshubschrauber, der auf dem Pontorsonplatz landete und den 13-Jährigen ins Aachener Klinikum transportierte. Welche Verletzungen der Jugendliche genau hatte, konnte Heinrichs nicht sagen, da vor Ort keine genaue Diagnose gestellt worden sei.

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