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Wassenberg: Wassenberg führt Besucher als erste deutsche Stadt zu Glücksplätzen

Wassenberg : Wassenberg führt Besucher als erste deutsche Stadt zu Glücksplätzen

Nun ist es amtlich: Wassenberg ist eine Stadt des Glückes mit vielen Glücksplätzen. Wassenberg weist nun zehn Glücksorte in seinem Stadtgebiet aus — als erste deutsche Stadt. Die Einwohner der Stadt hatten Wochen zuvor Gelegenheit, Glücksorte vorzuschlagen.

Der Glücksexperte und Autor Leo Bormans und Sabrina Martin von der Stadt Wassenberg stellten im Naturpark-Tor am Pontorsonplatz die Glücksorte der Stadt vor und machten damit offensichtlich auch Bürgermeister Manfred Winkens mit diesem weiteren Baustein des Tourismuskonzeptes glücklich.

Hier kann man es finden: das Glück. Tafeln auf hölzernen Stelen geben unter anderem am Mammutbaum in Küppers Garten, am Wassenberger Bergfried und an der Rur in Orsbeck Tipps zur Suche. Fotos (3): mib. Foto: mib

Wer glücklich sein will oder auf der Suche nach Glück ist, hat dafür in Wassenberg gute Gelegenheiten. Zum Beispiel einen der fünf Glücksorte im Zentrum oder die weiteren fünf in den jeweiligen Stadtgebieten Birgelen, Effeld, Ophoven, Orsbeck oder Myhl aufsuchen. Ein Flyer — zweisprachig in Deutsch und Niederländisch — weist die Glücksorte aus, sogar mit GPS-Daten. Informationstafeln an jedem Glücksort beschreiben den Ort. Nach gleichem Muster aufgebaut, findet der Glückssucher jeweils Hinweise zu Glückstipps, Familientipps sowie einen Goldenen Tipp.

Hier kann man es finden: das Glück. Tafeln auf hölzernen Stelen geben unter anderem am Mammutbaum in Küppers Garten, am Wassenberger Bergfried und an der Rur in Orsbeck Tipps zur Suche. Fotos (3): mib. Foto: mib

Glücksort 1 ist der Bergfried und heißt als Glücksort „Turm des Glücks“. Exemplarisch für die Glücksorte im Zentrum (Roßtorplatz, Mammutbaum, Rosengarten und Judenbruch) stellte Walter Bienen, Stadtführer, diesen vor. Es sei schon nachvollziehbar, wie die Aussicht von ganz oben auf die Menschen wirke, betonte Bienen. Da seien schon deutlich Glücksmomente bei den Menschen zu bemerken.

Glücksort 6 ist das Birgelener Pützchen. Der Birgelener Franz-Josef Becker stellte diesen von ihm vorgeschlagenen Glücksort vor. „Er ist mein besonderer Glücksort“, betonte er. Der Weg dorthin sei für ihn Meditation, der ihn Glück empfinden ließe. Spannende selbst und Gespräche mit Menschen jeder Nation, das Singen der Vögel während des Gehens und am Ort selber im Gebet eine große Ruhe zu finden, seien seine ganz persönlichen Seiten des Glückerlebens.

Optischer Ruhepol

Glücksort 7 ist der Effelder Waldsee. Ortsvorsteher Alexander Staas übernahm hier die Vorstellung. Auch hier stand die Entspannung in dieser Naturlandschaft im Mittelpunkt — gerade im Herbst beim „Indian Summer“ mit seinen vielen Farben biete der See einen optischen Ruhepol mit Glücksempfinden, betonte Staas.

In das gleiche Horn stieß auch der Ortsvorsteher Dirk Schulze bei seiner Vorstellung des Glücksortes 8 — Haus am See in Ophoven. Kraft tanken und Stille genießen seien Ausdruck des Glückempfindens.

Mit den Vorstellungen der Glücksorte 9 (Orsbeck — Rur) durch Johanna Leuchter und 10 (Myhl — Grottenberg) durch Ilse Coenen kamen lyrische Momente als Beispiele für das Exemplarische dieser Glücksorte zum Tragen.

„Besuchen Sie die zehn Glücksorte in Wassenberg. Jeder Ort ist ein guter Ausgangspunkt, um an Ihrem eigenen Glück zu arbeiten. An allen Orten fordern Sie Glücktipps heraus, auf besondere Art mit Ihrem persönlichen Glück zu beginnen“, lauten die Sätze auf der städtischen Broschüre.

Ein Wochenende mit vielen Aktionen rund um das Glück für Groß und Klein bot eine erste Gelegenheit, den Worten Taten folgen zu lassen und die Anregungen für die Suche nach dem eigenen Glück auszuprobieren. Damit befand der Teilnehmer sich in guter Gesellschaft mit den vielen Philosophen seit der Antike, aber auch mit den Nachbarn jenseits der Grenze, die mit ihren Erfahrungen wertvolle Tipps gegeben hatten.