Wassenberg/Effeld: Wanderer lauschen Vogelstimmen

Wassenberg/Effeld: Wanderer lauschen Vogelstimmen

In Wassenberg und Effeld fanden wieder die traditionellen Vogelstimmenwanderungen zusammen mit dem Naturpark Schwalm-Nette statt und lockten Naturfreunde aus einem großen Umkreis an.

Christoph von der Beek, der in der Nachfolge seines Vaters Willi von der Beek diese Wanderungen mit besonderer Kenntnis und Sorgfalt leitet, war auch diesmal von der großen Resonanz angetan: 54 Teilnehmer kamen zum Wassenberger „Verlorenenturm“ am Gondelweiher.

Viele Arten singen

Das kühle Wetter an diesem Tag ließ die Vögel auf der ganzen Strecke durch Judenbruch, den Bereich um den Waldfriedhof und das „Pützchen“ etwas zurückhaltender singen als an wärmeren Tagen. Jedoch konnten im dichten Unterholz viele Arten aus der Nähe ausgemacht werden.

Der Gartenbaumläufer, die Hohltauben und die Spechte waren vor allem im Bereich des ehemaligen Marienklosters der Vinzentinerinnen zu entdecken.

Sepp Becker, der Vorsitzende des Heimatvereins Wassenberg, konnte an diesem für Wassenberg einst so wichtigen Ort einiges berichten über das Kloster und die enge Beziehung zur Bürgerschaft.

In den Weihern des Judenbruchs unterhalb von Alt-Holland konnten die ersten und schon früh geschlüpften kleinen Amseln beobachtet werden.

Christoph von der Beek zeigte vor allem den teilnehmenden Kindern an Bildtafeln „zum Vergleich“ einige besonders interessante Vögel, die man heutzutage nur noch selten zu Gesicht bekommt.

In Effeld waren nach dem Rekordbesuch in Wassenberg nur acht Teilnehmer erschienen. Der Regen vom Vortag und starker Wind hielten manchen Vogelfreund von der Wanderung ab. Die kleine sach- und fachkundige Runde erfuhr in Effeld ein ganz besonderes Erlebnis in der Natur. Die Vogellaute setzten sich auch gegen den teilweise lauten und starken Wind durch.

Am „Männke“, kurz vor der Landesgrenze, konnte auch wieder der Pirol gehört und gesehen werden — ein alter Freund der Vogelfreunde im Bereich Effeld. Viermal war auch die Nachtigall wieder deutlich mit ihrem wunderbaren Gesang zu hören. Die Pappelabholzungen haben das Revier zwar verkleinert, aber nicht zerstören können.

Abholzungen und Umbauten

Insgesamt wurden 47 Arten gehört und zum großen Teil auch gesehen — vor allem an den Stellen, an denen die Eingriffe durch Abholzungen und Umbauten im Waldseegebiet kleiner und zurückhaltender sind. Die Naturfreunde dankten den Geschwistern von der Beek und dem Spezialisten Christoph von der Beek für die wunderbare Führung durch die heimische Natur, die unter allen Umständen zu schützen und zu erhalten ist.

(kkli)