Waldführer Zobel plant Waldspaziergang in Keyenberg

Tagebau Garzweiler : Waldführer Zobel plant Spaziergang in Keyenberg

Nach den großen Protesten gegen die Abholzung des Hambacher Forstes will die Anti-Braunkohle-Bewegung ihren Kampf gegen den Tagebau Garzweiler verstärken.

Waldführer Michael Zobel kündigte an, am Sonntag, 14. Oktober, einen Wald- und Dorfspaziergang im Erkelenzer Ortsteil Keyenberg organisieren zu wollen. Bei den Spaziergängen durch den Hambacher Forst hatte Zobel zuletzt Tausende Menschen in den Wald geführt. Die Spaziergänge waren zu einem der Symbole des Widerstandes gegen den Tagebau Hambach geworden.

„Die Idee zum Wald- und Dorfspaziergang in Keyenberg ist uns am vergangenen Sonntag gekommen“, sagte Zobel. An diesem Wochenende kamen Zehntausende zum Hambacher Forst, um ein Zeichen gegen die Braunkohle zu setzen. „Der Hambacher Wald kann mal wieder etwas Ruhe vertragen“, sagte Zobel. Allein im September hat Zobel nach eigenen Angaben rund 30.000 Menschen in den Wald geführt. Dort wolle man nun zu einem monatlichen Rhythmus der Spaziergänge zurückkehren.

Auch wenn Zobel nicht davon ausgeht, dass in Keyenberg gleich so viel Teilnehmer zu erwarten sind wie zuletzt im Hambacher Forst, rechnet er doch mit großem öffentlichen Interesse. „Wir wollen die aktuelle Größe und den Schwung der Bewegung nutzen. Uns geht es nicht nur um den Hambacher Wald. Uns geht es um viel mehr“, sagte Zobel. Damit meint er den Ausstieg aus der Braunkohle, weswegen sich der Protest nun auch gegen den Tagebau Garzweiler richtet.

Keyenberg ist einer von fünf Erkelenzer Ortsteilen, die wegen des Braunkohletagebaus Garzweiler verschwinden sollen. In wenigen Jahren wird der Ort voraussichtlich zunächst aussterben und dann abgerissen werden.

Die genauen Daten des Waldspazierganges in Keyenberg sind noch nicht bekannt.

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