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Banken schließen sich zusammen: Volksbank Heinsberg und Raiffeisenbank Erkelenz machen den Weg für eine Fusion frei

Banken schließen sich zusammen : Volksbank Heinsberg und Raiffeisenbank Erkelenz machen den Weg für eine Fusion frei

Grünes Licht für die Fusion. Bei Vertreterversammlungen von Volksbank Heinsberg und Raiffeisenbank Erkelenz gibt es deutliche Voten für den Zusammenschluss.

Bereits Mitte März war bekannt geworden, dass die Volksbank Heinsberg und die Raiffeisenbank Erkelenz eine Fusion anstreben, nun haben die beiden genossenschaftlichen Geldinstitute für diesen Schritt grünes Licht von ihren Vertreterversammlungen bekommen. In Erkelenz stimmten 94,6 Prozent der Vertreterinnen und Vertreter der Fusion zu, in Heinsberg war das Votum für den Zusammenschluss einstimmig. Die fusionierte Bank wird Volksbank Heinsberg eG heißen, die technische Zusammenlegung soll voraussichtlich Mitte Oktober dieses Jahres erfolgen.

„Wir haben mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendige Vorarbeit für die Fusion geleistet“, erklären Vorstände und Aufsichtsräte in einer Pressemitteilung einhellig, „mit diesem sehr deutlichen, positiven Votum in den beiden Vertreterversammlungen wurden die Weichen zu einer noch stärkeren und kundenorientierteren Bank gestellt.“

Durch die Bündelung der Kräfte soll die neue Volksbank Heinsberg die Herausforderungen aus den technologischen Entwicklungen, der „sich weiter verschärfenden Regulatorik“, der Demografie und der steigenden Kundenansprüche meistern, hieß es.

Der Vorstand der Volksbank Heinsberg besteht künftig aus Dirk Cormann, Kurt Hauser und Ulrich Lowis. Der bisherige Aufsichtsrat der Volksbank Heinsberg wird durch drei Aufsichtsratsmitglieder der Raiffeisenbank Erkelenz ergänzt. Dies sind Ulrike Weitz, Hans-Josef Aufsfeld und Karl Peter Bongartz.

„Unsere Mitglieder und Kunden erwarten mit Recht von uns, dass wir auch in Zukunft marktgerechte Konditionen anbieten und unsere Beratungs- und Servicequalität auf einem Niveau halten, das allen Anforderungen gerecht wird – und das in 24 Filialen und an vier SB-Standorten“, erklärt Cormann. „Der Betriebsrat und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen voll hinter der Fusion und freuen sich jetzt auf den Zusammenschluss.“ Cormann betont in diesem Zusammenhang, dass es keine fusionsbedingten Kündigungen geben werde.

Offensichtlich wird es für kleine Banken immer schwieriger, sich am Markt zu behaupten. „Die zukünftige Unternehmensgröße wird für die kommenden Anforderungen von großem Vorteil sein. Denn nur so können wir unsere vielfältigen Dienstleistungen dauerhaft in der erforderlichen Qualität und kostengünstig anbieten“, sagt Hauser. „Die neue Bank startet mit einer sehr guten wirtschaftlichen Basis.“

Die Volksbank Heinsberg konnte im Rahmen der Vertreterversammlung eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung verkünden. Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2021 um rund 8 Prozent auf jetzt 1,75 Milliarden Euro. Damit bleibe die Volksbank Heinsberg die größte Genossenschaftsbank im Kreis Heinsberg.