Vividd begeistert im Wassenberger Bergfried

Hörgenuss mit „Hutkonzert“ : Vividd begeistert im Wassenberger Bergfried

Sie sind eine Coverband, aber eigentlich sind sie mehr. Die drei Musiker, die sich „Vividd“ nennen und zu einem der neuen, sogenannten Hutkonzerte im Wassenberger Bergfried zu Gast waren, boten in dem komplett gefüllten kleinen Saal einen ganz besonderen Hörgenuss.

Schon die Auswahl ihrer Songs war gelungen und reichte zurück bis in die 1970er Jahre, bis zu Paul Simon oder den Tempations. Alle Melodien waren Ohrwürmer, gut zu erkennen und doch so ganz besonders. Das Trio mit Rob Sure (Gesang, Gitarre), Sandra Wolters (Gesang, Bass) und Chris Röhm (Schlagzeug), das als „elektrische Band“ unterwegs ist, kam zunächst ziemlich akustisch daher.

Beeindruckend waren bei allen Songs der Rhythmus, den die drei wunderbar herauszuarbeiten wussten, und die Stimme, die sie ihnen verliehen. Vor allem bei Rob Sure wurde da seine Vielseitigkeit deutlich. Über die stimmliche Vielfalt hinaus brachte er auch noch weiter, ganz eigene Elemente in die Songs ein, etwa seine eigene Komposition auf der Mundharmonika oder sein Trommelspiel, einmal sogar ein eigener, kleiner deutscher Text anstelle der englischsprachigen Urversion.

Die 65 Gäste, die der kleine Raum fasste, waren am Ende ebenso begeistert wie die Musiker selbst und wie Jürgen Laaser, Konzertmanager in der Kunst, Kultur und Heimatpflege Wassenberg gGmbH als Veranstalter. Insgesamt fünf solcher Konzerte hat er bisher im Bergfried veranstaltet, bei freiem Eintritt, aber mit der Bitte um eine Spende in seinen schwarzen Filzhut.

Es kommt in diesem Jahr noch Coby Grant, auch dieses Konzert ist allerdings schon ausgebucht. Zur Freude aller Besucher kündigte Laaser jedoch an, dass es im kommenden Jahr, wenn der Bergfried 600 Jahre alt wird, sogar zehn solcher Hutkonzerte geben wird. Das brachte auch ihm starken Applaus ein für ein Konzept, das den Wassenbergern gut gefällt.

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