Kreisliga: Viktoria Wegberg nimmt Schwung aus der Rückrunde mit

Kreisliga : Viktoria Wegberg nimmt Schwung aus der Rückrunde mit

Viktoria Wegberg hat den Schwung aus der guten Rückrunde der vergangenen Saison mit in die neue Spielzeit genommen.

Das war in der Vergangenheit meist anders. Drei Jahre in Folge hatte man erst nach einer „mauen“ Hinrunde aufgedreht. „Die Gegner waren bisher aber noch nicht so stark“, schränkt Trainer und Geschäftsführer Christopher Schiwietz ein. Er schätzt die Kreisliga D 1 als viel ausgeglichener als in der vergangenen Saison ein und prophezeit, dass sich kein Team absetzen wird. Das Ziel sind „40 Punkte plus“; das wären vier mehr als in der vergangenen Spielzeit und sollte in der Tabelle unter die Top-Fünf führen. „Das können wir schaffen, wenn alle gesund bleiben“, sagt Schiwietz.

Ein großes Problem sieht er darin, dass es in der D-Liga kaum Spiele gibt, die mit neutralen Schiedsrichtern besetzt werden können. Da könnten Spiele auch mal überraschende Wendungen nehmen. Ein Dankeschön schickt der Trainer in diesem Zusammenhang an Kückhoven II und Rurich II. „Das hat gut funktioniert“, so Schiwietz.

Viktoria ist ungeschlagen und hat zehn Punkte auf dem Konto, leidet aber unter verletzungsbedingten Ausfällen. So hat der Trainer bisher in jeder Partie aktiv eingreifen müssen. „In den letzten beiden Jahren bin ich insgesamt auf vier Spiele gekommen“, so Schiwietz. Angesichts der Tatsache, dass viele Spieler aus Mönchengladbach kommen, hatte man sich auch entschlossen, nur einmal pro Woche zu trainieren. Das ist meist der Mittwoch. Und damit fährt Schiwietz gut, denn zehn Spieler und mehr sind dabei, was bei zwei Einheiten nicht gegeben war. „Es hält die Stimmung besser oben“, sieht der Trainer einen weiteren positiven Aspekt. Auch die Mischung in der Mannschaft stimmt. „Es sind einige über 30-Jährige dabei, aber auch junge Hüpfer“, so der Trainer.

Zu den drei Siegen zählt das 2:1 gegen Baal II. „Da haben acht Spieler gefehlt“, sagt der Trainer. Und das bisher einzige Unentschieden (bei Doveren II) wäre auch vermeidbar gewesen. „Das hat Doveren nicht unclever gemacht“, blickt Schiwietz zurück. Von einem neuen Spieler aus Mönchengladbach-Hardt hatte die Viktoria noch nichts. Benjamin Braun hat krankheitsbedingt noch keine Minute mitmachen können. Es gefällt Schiwietz nicht, wenn Spieler der Viktoria von anderen „abgeworben“ werden mit dem Hinweis, sie hätten das Zeug, in höheren Klassen zu spielen. „Das haben in vielen Jahren nur Daniel Hünschemeyer und Marian Walter geschafft“, weiß er. Am Sonntag steht das Spitzenspiel ins Haus. Die Viktoria erwartet den Lokalrivalen SV Klinkum III. „Klinkum III ist für mich die beste Mannschaft der Liga“, zollt Schiwietz dem Gegner Respekt.

Beim FC Concordia Stahe-Niederbusch ist Trainer Elmar Unger „mehr als zufrieden“. Die Spieler hatten sich vor der Saison Ziele gesetzt, die sie konsequent verfolgen. Dass dabei in der Kreisliga B 3 nach fünf Spieltagen die maximale Punktausbeute steht, „damit konnte man nicht rechnen“, sagt Unger. Der Trainer macht der Mannschaft auch ein Riesenkompliment. „Sie arbeitet gut auf und neben dem Platz.“

Die Trainingsbeteiligung war schon immer sehr gut, auf dem Platz nimmt der Kapitän dem Trainer einige Aufgaben ab. „Daniel Drießen geht voran“, so Unger. So übernimmt der Kapitän den Part Motivation. Unger kann sich da mehr auf den taktischen Bereich konzentrieren. Als Grundlage für den Erfolg sieht Unger die Abwehrarbeit an. Dabei machen im Spiel alle mit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Aus dem Spiel heraus ist es noch keiner Mannschaft gelungen, ein Tor zu schießen. Der einzige Gegentreffer resultiert aus einem „Sonntagsschuss in den Winkel“.

Vorne hat Concordia Fabian Reimann, der von den A-Junioren nach oben gerückt ist. „Er ist abgeklärt vor dem Tor“, lobt Unger seinen Torjäger. Doch er erwähnt auch die anderen Spieler, die Reimann erst in die guten Positionen bringen. Und in Malte Bürgstein hat der Trainer einen „überragenden Sechser, der viel Druck von der Abwehr nimmt.“ Souverän hält Lukas Kofferath sein Tor sauber. Er ist im zweiten Seniorenjahr und ersetzte in der vergangenen Saison den verletzten Torwart Florian Turtschan.

Als guter Fußballer, der dem Team weiterhilft, hat sich schon A-Junior Andre Schornstein erwiesen. Der Trainer möchte aber nicht einige Spieler herausstellen. Zum Erfolg tragen alle bei — vom Torwart bis zur Nummer 17 und 18. Großgeschrieben wird bei der Concordia auch der Zusammenhalt. „Alle kommen aus dem Ort oder sind dem Verein seit langem verbunden“, sagt Unger. Am Wochenende gibt es eine interessante Konstellation. Die ersten vier Mannschaften der Kreisliga B 3 treffen aufeinander. Stahe-Niederbusch ist beim Vierten VfL Übach-Boscheln zu Gast. Aus der vergangenen Saison ist Unger die Partie in Boscheln haften geblieben. „Der VfL hat uns souverän ausgekontert“, so der Concordia-Trainer. „Wir wissen, was wir tun müssen“, sagt Unger, der optimistisch gestimmt ist.