Kreis Heinsberg: Umgehungen für Birdgen und Gangelt: Nicht vor 2016

Kreis Heinsberg: Umgehungen für Birdgen und Gangelt: Nicht vor 2016

Angesichts der Devise „Erhalt vor Neubau“ sei davon auszugehen, dass in den künftigen Jahren die Gewährung von Landesmitteln zu kommunalen Straßenbaumaßnahmen rückläufig sein werde, erklärte Dezernent Josef Nießen am Dienstagabend im Kreis-Ausschuss für Umwelt und Verkehr.

Neben dem Neubau der Rur­brücke für die Kreisstraße 21 bei Heinsberg-Kempen und der grundhaften Erneuerung der K 5 (Karl-Arnold-Straße) in Oberbruch — sie stehen in den Förderprogrammen für die beiden nächsten Jahre — hätten die Vorhaben, die im Zusammenhang mit dem Neubau der Bundesstraße 56 n stehen würden, für den Kreis Heinsberg große Bedeutung und seien zeitnah zu realisieren, so Nießen. Doch zum Förderbeginn für den Streckenabschnitt der EK 3 als südöstliche Ortsumgehung von Birgden könne derzeit kein verbindlicher Termin genannt werden. „Vor 2016 ist keinesfalls mit einem Baubeginn zu rechnen.“ Und auch für den Neubau der EK13/EK 17 als Ortsumgehung von Gangelt sei mit einem Förderungsbeginn ebenfalls nicht vor 2016 zu rechnen, so Nießen weiter.

CDU-Kreistagsmitglied Erwin Dahlmanns bezeichnete diese Neuigkeiten als „schockierend“ und schimpfte: „So geht das nicht.“ Diese Umgehungen seien eine Prämisse bei den Planungen zur B 56 n gewesen. Die Kreisverwaltung solle — von der Politik flankiert — Druck beim Land machen. Dezernent Josef Nießen kündigte an: „Wir bleiben da am Ball.“ Klar sei aber, dass sich der Kreis bei seinen Straßenbauvorhaben auf das Machbare werde konzentrieren müssen.

(disch)
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