Heinsberg: Tod im Ferienhaus: 18-Jähriger soll Arzt erwürgt haben

Heinsberg: Tod im Ferienhaus: 18-Jähriger soll Arzt erwürgt haben

Der rätselhafte Tod eines früheren Arztes am Heinsberger Krankenhaus ist offenbar aufgeklärt. Wie die Staatsanwaltschaft Aachen am Donnerstag bekanntgab, hat ein 18-jähriger Mann aus Rumänien die Tat gestanden.

Die Leiche von Georg S. war am 15. Januar tot in seinem Ferienhaus in Heinsberg am sogenannten Lago Laprello gefunden worden. Die Todesumstände blieben im Dunkeln, die ermittelnden Beamten der Mordkommission der Aachener Polizei wollten weder eine Selbsttötung, noch ein Verbrechen ausschließen. Der Tote wurde mit einer Schlinge um den Hals auf einem Sofa sitzend aufgefunden, das Ende des Seiles war an einem Fenstergriff festgebunden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hatten sich das Opfer und der mutmaßliche Täter am Abend des 15. Januar im Haus des Arztes getroffen. Bei dem 18-Jährigen soll es sich um einen Prostituierten handeln.

Aus noch nicht endgültig geklärten Grund kam es im Lauf des Abends zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Beschuldigte den 70-Jährigen erwürgte. Anschließend floh er mit dem Auto des Opfers nach Düsseldorf, von dort fuhr er mit einem Bus nach Rumänien.

Im Verlaufe der Ermittlungen konnte die Polizei den jungen Mann identifizieren und ausfindig machen. Er wurde angeblich über sein Handy geortet. Rumänische Polizisten nahmen in fest.

Bei seiner Vernehmung waren auch deutsche Kriminalbeamte anwesend. „In dieser Vernehmung hat der Beschuldigte das Tatgeschehen im Kern eingestanden”, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Aachen, Robert Deller. Der mutmaßliche Täter soll in Kürze nach Deutschland ausgeliefert werden.

Mehr von Aachener Nachrichten