Tischtennisclub Unterbruch feiert 50-jähriges Bestehen

Jubiläumsparty zum 50. Geburtstag : Angefangen hat es mit einer Sperrholzplatte und einem Ball

Über eine gut besuchte Jubiläumsparty anlässlich seines 50-jährigen Bestehens freute sich der TTC Unterbruch. Den Anfang machten nach einem Sektempfang in der Bürgerhalle „Et Schwimmbad“ das Trommler- und Pfeiferkorps sowie der Musikverein des Ortes mit einem Ständchen zum Jubiläum.

Vorsitzender Werner Schäfers begrüßte danach zahlreiche Ehrengäste, allen voran den Schirmherrn Friedel Schiffers und Ortsvorsteher Heinz Willi Marx oder auch den Tischtennis-Kreisvorsitzenden Oliver Bösing. Der Einladung gefolgt waren zudem weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie aus befreundeten Vereinen, dazu viele ehemalige Spieler des TTC Unterbruch.

In seiner Rede ging er noch einmal auf die Geschichte des Vereins ein. So habe man in den 1960er-Jahren in Unterbruch einfach einmal einen neuen Sport ausprobiert, berichtete er. Unter der „Poet“, der Tordurchfahrt seines Elternhauses, habe man sich damals aus Sperrholz so etwas wie eine Tischtennisplatte gebaut und in jeder freien Minute gespielt. „Es dauerte nicht lange, bis eine echte Platte angeschafft wurde“, erklärte er.

Die Dorfjugend habe sich im Haus von Heinz und Finchen Schäfers zum Tischtennisspiel versammelt. „Es war so viel los, dass Heinz, wenn er von der Fabrik nach Hause kam, um einen Platz am Mittagstisch kämpfen musste“, schmunzelte er. Bei solch einer Euphorie habe es nicht fern gelegen, einen Tischtennisverein zu gründen, zuerst als Abteilung des VfR Unterbruch, ab 1969 dann eigenständig.

Erstes Spiellokal war der Saal der Gaststätte Zaunbrecher, was in der damaligen Zeit überhaupt nicht außergewöhnlich war. Viele Vereine hätten in solchen Räumlichkeiten gespielt, berichtete Schäfers. Dann kam jedoch der Umzug in die Mehrzweckhalle, und dort konnten die Vereinsmitglieder fortan an gleich sechs Tischen trainieren. In diesem Zusammenhang ging der Dank des Vorsitzenden ausdrücklich an die Stadt Heinsberg. Die Halle sei in einem ausgezeichneten Zustand, und sogar, wenn es einmal eng werde bei Doppelbelegungen, könne sich der Verein immer darauf verlassen, in eine andere Halle ausweichen zu können. „Als Sportler ist man in Heinsberg sehr gut aufgehoben“, betonte er.

Nach ersten Jahren in der sogenannten Selfkantliga und ohne Verbandszugehörigkeit habe sich der TTC Unterbruch dem Tischtennisbezirk Aachen angeschlossen, so Schäfers weiter. Dies habe dazu geführt, dass viele neue Spieler zum TTC gekommen seien, um in einer offiziellen Klasse zu spielen. Der Erfolg habe sich schnell eingestellt, und mit Walter Florack aus dem Nachbardorf Kempen habe man einen renommierten Spieler gewinnen können, der mit seiner Klasse und seiner Menschlichkeit den Verein weiter nach vorne gebracht habe, leider aber viel zu früh verstorben sei.

Bereits Ende der 1970er-Jahre spielte der TTC Unterbruch in der Landesliga und konnte dieses Niveau bis heute halten. Besonders freut sich der Verein auch darüber, im Jubiläumsjahr mit der ersten Herrenmannschaft zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte in der Verbandsliga an den Start gehen zu dürfen.

Ein Aushängeschild des Vereins ist die Nachwuchsförderung. Hier spielte der Verein noch im vergangenen Jahr in der höchsten Jugendklasse, der NRW-Liga. Neben dem Sport kommt aber auch die Kameradschaft nicht zu kurz, wie Schäfers anhand von Beispielen wie Sommerfest, Weihnachtsfeier und Ausflügen belegen konnte. Zudem habe der TTC Unterbruch bei den letzten drei Spargelfesten in Effeld das Cafeteria-Team gestellt.

Nach weiteren Musikbeiträgen der beiden musizierenden Vereine bedankte sich Schirmherr Friedel Schiffers beim TTC. Er freute sich darüber, den Namen seines Heimatortes so oft durch den Tischtennissport in der heimischen Zeitung lesen zu dürfen. Ebenso lobende Worte fand Ortsvorsteher Heinz Willi Marx für den Verein.

Zum Abschluss des kurzen Festprogramms führte Tischtennis-Kreisvorsitzender Oliver Bösing Ehrungen durch. Zu 25 Jahren Mitgliedschaft gratulierte er Ingo Bischofs, Christoph Gottschalk, Frank Hütten, Friedel Jansen, Harald Jers, Holger Köster, Frank Pauli, Sascha Silnik und Reiner Schröder, zu 40 Jahren Hans von Cleef, Dieter Hohnen, Gerd Jessen, Helmut Mülstroh und Gerd Windeln, zu 50 Jahren den Gründungsmitgliedern Jacky Mülstroh, Männ Keuter, Gerd Mobers und Werner Schäfers.

Nach Abschluss des offiziellen Teils konnten die Tischtennisspieler mit ihren Gästen noch lange in Erinnerungen schwelgen. Hierfür sorgte auch eine historische Ecke, in der die von Jacky Mülstroh geführte Vereinschronik Einblick in so manchen alten Spielbericht gab.

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