Tischtennis- und Ballsportfreunde Oberbruch laden zum Turnierwochenende ein

TTFB Oberbruch feiert 50. Jubiläum : Früher flogen in Tanzsälen die kleinen weißen Bälle über die Tische

Der Verein TTBF –Tischtennis- und Ballsportfreunde Oberbruch – feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen und lädt deshalb am 15. und 16. Juni zum Turnierwochenende ein. Am Samstag, 15. Juni, eröffnet um 16 Uhr Schirmherr Herbert Eße das Event offiziell, danach startet ein Tischtennis-Doppelturnier für aktive Spieler und für Hobbyspieler.

Am Sonntag stehen ebenfalls sportliche Taten im Vordergrund, ab 11 Uhr startet ein Training bis 13 Uhr. Für die TTBF-Tuppfreunde wird eine Neuauflage der „Tupper“ begonnen, die Karten werden ab 10 Uhr gemischt. Die Festlichkeiten finden in der Sporthalle Grebben statt.

Bereits kurz nach seiner Gründung wagte der TTBF den wichtigen Schritt und wurde Mitglied in der 1962 gegründeten Tischtennis-Selfkantliga, wo zahlreiche Vereine aus den damaligen Altkreisen Heinsberg und Geilenkirchen spielten. Mit Helmut Meister, Peter Mohnen, Heinz Weidender, Manfred Cienowa, Herbert Krommen und Albert Strommenger stelle der TTBF einst ein starkes Team. Das Kuriose zu dieser Zeit war, dass nicht in Turnhallen gespielt wurde, sondern in Tanzsälen mit entsprechend glattem Parkett. Die Tischtennis-Oldies dieser Zeit müssen heute noch schmunzeln, wenn sie in Erinnerungen schwelgen.

Geheizt wurde so mancher Spielraum mit einem Holzofen, dennoch war es teilweise so kalt, dass sogar Spiele im Mantel absolviert wurden. Stand in der Selfkantliga zunächst der Klassenerhalt im Mittelpunkt, so gelang in der Spielzeit 1975/76 der TTBF der erste große Erfolg. Eine sehr junge Mannschaft holte sich den Gewinn der Selfkantmeisterschaft – zu dieser Zeit die höchste Spielklasse der Selfkantliga.

Anfang der 1980er Jahre schloss sich der TTBF dem Westdeutschen Tischtennisverband an und 1981 gelang ihm mit dem Aufstieg der Herrenmannschaft in die Bezirksliga der ganz große Wurf. Arnd Tulke, Peter Lindt, Christoph und Klaus Esser wurden Westdeutscher Pokalsieger – eine Sensation! Im Finale besiegtem sie Kamen mit 5:3. Und dieser Schwung wurde in die 1980er Jahren mitgenommen. 1990 belegten die Schülerinnen bei den Westdeutschen Meisterschaften im Dreierpakt in Minden Rang fünf.

Der Verein war außerdem stolz, einen Spieler wie Berthold Scheuvens in den eigenen Reihen zu haben. Durch einen Motorradunfall früh an den Rollstuhl gefesselt, entdeckte Berthold Scheuvens sein Talent und spielte nicht nur beim TTFB in der Rollstuhlbundesliga. Und der Vereinhat ihn immer unterstützt, wenn Berthold Scheuvens große Auftritte hatte wie bei den Paralympics 2004 in Athen. Im Doppel verpasste Scheuvens unglücklich das Finale verpasst und auch das kleine Finale musste sich das Team geschlagen geben.

Höhepunkte vergangener Tage waren außerdem zwei Bundesligaspieltage in der Sporthalle Grebben – der TTBF erwies sich jeweils als exzellenter Gastgeber.

(agsb)
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