Erkelenz: Tagesfahrt nach Mons: In der Stadt der Künstler

Erkelenz : Tagesfahrt nach Mons: In der Stadt der Künstler

Mons, die „Stadt auf dem Hügel“, ist das Ziel einer Tagesfahrt, die der Heimatverein der Erkelenzer Lande für Samstag, 3. November, anbietet. Über Jahrhunderte war die Stadt, die auf Niederländisch Bergen genannt wird, mit dem Steinkohlebergbau verbunden. Im Jahr 1295 wurde sie Hauptstadt der Grafschaft Hainaut. Sie ist die Geburtsstadt von Orlando di Lasso, einem der bedeutendsten Komponisten des 16. Jahrhunderts. Auch der niederländische Maler Vincent van Gogh hielt sich ein paar Jahre in Mons auf. Er war, wie der Briefwechsel mit seinem Bruder Theo zeigt, vom Elend der Grubenarbeiter sehr betroffen.

Ausgangspunkt für einen Stadtspaziergangs ist die Grand Place mit einer Vielzahl von Cafés und dem Hôtel de la Couronne Impériale von 1772. Das Hôtel de Ville (Rathaus) ist zwischen 1459 und 1467 aus Sand- und Backstein errichtet worden. Hinter der dem Grand Place zugewandten Fassade des Rathauses öffnet sich ein Innenhof (Cour d‘Honneur). Die Innenausstattung des Rathauses unterlag dem wechselnden Zeitgeschmack. Brüsseler Wandteppiche von 1707 sind hier ebenso zu sehen wie vergoldete Stuckdecken

An der Südwestseite des Square de Château steht der barocke, zum Unesco-Weltkulturerbe zählende, 84 Meter hohe Glockenturm, der zwischen 1662 und 1672 erbaut wurde. Unweit von dort, in der Rue Marguerite Bervoets und der Rue des Telliers, befindet sich das ehemalige Jesuitenkolleg der Stadt.

Das „Museum des Beaux Arts“, BAM, zeigt die Ausstellung der französischen Künstlerin Niki de Saint-Phalle mit dem Titel „Hier ist alles möglich“. Es ist die erste große Ausstellung der Künstlerin in Belgien. Niki de Saint-Phalle ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung beleuchtet den Lebenslauf der Künstlerin, ihre Weltsicht, ihre Fantasie als Impulsgeber in einer von Männern dominierten Welt. Das macht Niki de Saint-Phalle zu einer engagierten und feministischen Künstlerin.

Um den Männern, die damals das Kunstgeschehen bestimmten, nicht nachzustehen, hat sie sich in vielen Kunstrichtungen betätigt: Malerei, Bildhauerei, und Performances vor Publikum. Die Ausstellung zeigt verschiedene Werke von Niki de Saint-Phalle und ihre Entwicklung im Laufe der Jahrzehnte, sie zeigt die Materialien und die unterschiedlichen Themenbereiche.

Die Künstlerin wurde 1930 in Frankreich geboren. Sie war die einzige Frau unter den „Neuen Realisten“ und arbeitete zusammen mit Jasper Johns und Robert Rauschenberg. Ihre Werke fanden schnell Beachtung, wurden in Paris und New York ausgestellt. Die 60er Jahre waren der Beginn ihrer berühmten Nanas, damals entwickelte sich eine neue Leidenschaft: Die Bildhauerei draußen — die Freiluft-Skulpturen.

Werke auf der ganzen Welt

Heute findet man an allen Ecken und Enden des Planeten ihre Werke. Die Fahrt ist am Samstag, 3. November. Die Abfahrt ist an der Neußer Straße am Jüdischen Friedhof um 7.30 Uhr. Die Führung durch die Ausstellung Niki de Saint-Phalle ist für 11 Uhr vorgesehen, es folgt ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant Le Carillon um 13 Uhr, die Führung durch den historischen Stadtkern und die Stiftskirche der Heiligen Waltrudis um 15 Uhr. Zeit zur freien Verfügung haben die Teilnehmer ab 17 Uhr, die Rückfahrt beginnt um 18 Uhr.

Für die Fahrt wird ein Reisebus eingesetzt. Die Kosten für die Fahrt, Eintritt einschließlich Führung durch die Ausstellung, Stadtführung und Mittagessen betragen pro Person 80 Euro für Mitglieder und 90 Euro für Gäste (der Jahres-Mitgliedsbeitrag beträgt zwölf Euro).

Die Anmeldung ist ab 21. September ab 10.30 Uhr möglich. Sie gilt nur, wenn bis zum 20. Oktober der jeweilige Betrag auf das Konto DE78 3106 0517 6006 0710 21 überwiesen ist. Erläuterungen gibt es während der Fahrt, die von Günther Merkens und Irmgard Gisbertz begleitet wird. Anmeldungen in der HEL-Geschäftsstelle in Erkelenz, Gasthausstraße 7 (Gebäude der Stadtbücherei) sowie unter 02431/85208 oder per E-Mail an geschaeftsstelle@heimatverein-erkelenz.

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