Zehn Jahre: Stephan Pusch gratuliert zum Jubiläum der Freien Wähler

Zehn Jahre : Stephan Pusch gratuliert zum Jubiläum der Freien Wähler

„Wer das politische Farbenspiel des Kreistages mit viel Schwarz, etwas weniger Rot, noch weniger Grün, dazu einem Klecks Dunkelrot, ein bisschen Gelb, ein bisschen Blau, leider auch einem hässlichen Fleck Braun um die Farbe Lila bereichert, der hat es allemal verdient, dass der Vorsitzende des Kreistages und Landrat des Kreises Heinsberg zum zehnjährigen Bestehen gratuliert.“

Mit diesen Worten eröffnete Landrat Stephan Pusch (CDU) seine „Laudatio“ auf den Heinsberger Kreisverband der Freien Wähler, der im Restaurant „Gleis 3“ in Gangelt-Schierwaldenrath sein zehnjähriges Bestehen feierte.

Für eine richtige „Laudatio“ sei er wohl eher nicht der richtige Mann, meinte Pusch scherzhaft in Bezug auf die im Festprogramm angekündigte „Laudatio durch den Landrat des Kreises Heinsberg“. Eine richtige Laudatio auf die Freien Wähler sei mit seiner CDU-Zugehörigkeit wohl schwer zu vereinbaren. Doch ein „ordentliches Grußwort“ würde es schon werden. Wer nach zehn Jahren einen festen Platz auf der kommunalpolitischen Bühne eingenommen habe, so Pusch in seinem „Grußwort“, verdiene die Glückwünsche, die Anerkennung und den Respekt aller demokratischen Kräfte.

Die Freien Wähler seien angetreten, ohne ideologisches Programm Politik für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Heinsberg zu machen. Dies sei ein ehrenwertes Ziel, so der Landrat. „Gewiss sind die Sitzungen seit dem Einzug der Freien Wähler in den Kreistag nicht langweiliger geworden“, stellte Pusch fest, „wenn ich mich vor allem an die Haushaltsreden ihres Vorsitzenden Walter Leo Schreinemacher erinnere. Sie pointiert zu nennen, wäre ein Euphemismus.“ Dieser Begriff steht für eine beschönigende Umschreibung.

Stephan Pusch verwies darauf, dass bei der letzten Kreistagswahl 2,98 Prozent der Wähler die Arbeit der Freien Wähler durch ihr Votum honoriert hätten. Diese bedeute, so Pusch: „3111 Menschen haben sich im Kreis Heinsberg für die Farbe Lila entschieden.“ Auch bei der nächsten Wahl könne er mit 2,98 Prozent oder sogar drei Prozent der Stimmen für die Freien Wähler gut leben. „Denn menschlich sind die Vertreter der Freien Wähler sicherlich eine Bereicherung für den Kreistag.“

Der Vorsitzende des FW-Kreisverbandes, Walter Leo Schreinemacher, erinnerte an die Gründung der Freien Wähler im Kreis Heinsberg, die im August 2008 noch unter dem Namen UB-UWG in Hückelhoven erfolgt sei. Die Umbenennung sei dann im März 2011 vollzogen worden. Auch weiterhin wollen die Freien Wähler die politische Landschaft im Kreis mitgestalten. Schreinemacher: „Auch wenn die Mehrheit durch eine einzige Partei dargestellt wird, haben wir doch in der Vergangenheit durch fachlich fundierte Arbeit überzeugen können.“

Als Gastredner hatten die Freien Wähler die Europaabgeordnete ­Ulrike Müller eingeladen. Sie war aus dem Oberallgäu angereist. ­Ulrike Müller hob hervor, dass die Freien Wähler die Kraft der Mitte seien, die weder nach rechts noch nach links rutsche.

(defi)
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