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TuS Rheinland Dremmen geehrt

Stadtsportverband würdigt Spitzenleistungen

Über die Ehrung durch den Stadtsportverband freuten sich auch in diesem Jahr wieder Einzelsportler, Mannschaften und langjährig aktive Vertreter von Vereinen FOTO: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Porselen Leichtathletin Kerstin Krolikowski vom SC Myhl und der Cable Wakeboarder Markus Diering aus Dremmen sind die Sportler des Jahres 2019. Als Mannschaft des Jahres wurde bei der Feier im Festzelt in Porselen die Altherren-Fußballmannschaft des TuS Rheinland Dremmen ausgezeichnet.

Markus Diering liegt in dieser Sportart, bei der seine Füße auf einem Brett festgeschnallt sind und bei der er von einem Wasserski-Lift gezogen wird, aktuell bei den Herren Ü30 auf Platz vier der Weltrangliste. Zudem ist er Deutscher Meister, erster der deutschen Rangliste und Gewinner der Landesmeisterschaften von NRW und Schleswig-Holstein sowie Vizemeister in Hessen.

Kerstin Krolikowski, die bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet wurde, erzielte im vergangenen Jahr unter anderem Platz zwei im Speerwurf W50 bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft. Dritte wurde sie in dieser Disziplin bei der Senioren-Hallenmeisterschaft, und ebenfalls Platz drei erreichte sie mit der 4x200-Meter-Staffel W40 bei der NRW-Senioren-Hallenmeisterschaft. Die Altherren-Mannschaft, ebenfalls zum zweiten Mal geehrt, hatte sich zum dritten Mal den Titel des Mittelrheinmeisters gesichert und nach 2017 auch den Titel des Westdeutschen Meisters.

Besondere Ehrungen gab es darüber hinaus für zwei Urgesteine des TuS Porselen. Für 40 Jahre aktive Vereinszugehörigkeit, in der es im Tischtennis sportliche Aufstiege bis in die Oberliga gab, und 20 Jahren Tätigkeit als Kassierer ehrte der Stadtsportverband Klaus Waesch. „Bei ihm laufen alle Fäden zusammen, wenn es beim TuS Porselen um Tischtennis geht“, lobte ihn Moderator Jochen Lintzen, zugleich Vorsitzender des Sportausschusses im Rat der Stadt Heinsberg. Nicht minder viel Applaus spendeten die Gäste des Abends Peter Derichs, dem dabei sogar der Titel „Turnvater Jahn des TuS Porselen“ zuteilwurde. Auch er könne auf 50 Jahre Vorstandsarbeit zurückblicken, lobte ihn Lintzen, und als Kampfrichter sei er sogar schon in der Bundesliga tätig gewesen.

„Der Sport ist ein Alleskönner“, hatte Walter Lambertz, Vorsitzender des Stadtsportverbands, in seiner Begrüßung betont. Er trage eine immense soziale Komponente in sich, erklärte er. Gerade Menschen, die neu nach Heinsberg ziehen würden, fänden schneller Anschluss, wenn sie sich in ortsansässigen Vereinen engagieren würden. Kindern und Jugendlichen böten Vereine darüber hinaus Sportarten als ergänzendes Angebot zum Schulsport. „Und ganz nebenbei bekommen die Kinder auch noch zusätzliche Schlüsselqualifikationen wie Sozialkompetenz, kooperatives Handeln und Teamorientierung vermittelt, ein nicht zu unterschätzender Aspekt.“

Bewegungsmangel entstehe durch Sport im Verein schon im Vorschulalter nicht. „Für die Jugend kann Sport Abenteuer sein und Spannung mit sich bringen.“ Aber auch ältere Menschen könnten so ihre Vereinsamung vermeiden. Nicht zu vergessen die Flüchtlinge, für die gemeinsamer Sport vorhandene Sprachbarrieren zunächst ausgeblendet, dann auch eine wichtige Rolle beim Spracherwerb gespielt habe. Sein Dank ging schließlich an Bürgermeister Wolfgang Dieder und an den Stadtrat für die regelmäßige finanzielle Unterstützung der Vereine, die heute nicht mehr selbstverständlich sei. Zudem werde den Heinsberger Vereinen bis 2022 im Rahmen des NRW-Programms „Moderne Sportstätten 2022“ eine Fördersumme in Höhe von 560.000 Euro bereitgestellt.

Sein Dank ging an alle Ehrenamtler, die sich in den Vereinen engagieren, und für den Abend speziell an den Ortsring Porselen unter der Leitung von Stefanie Heutz, der die Gestaltung des Zeltes und die Bewirtung übernommen hatte. Neben Trainern und Betreuern dankte Lambertz aber auch den Eltern. „Sie alle leisten fundamentale Arbeit und tragen somit wesentlich zum Vereinsleben und zum Erfolg der Vereinsmitglieder bei“, sagte er. Besonders dankte er den Turnern aus Porselen sowie der Showtanzgruppe Hühnerattacke der KG Drömmer Hahne und der Prinzengarde der KG Grasbürger Randerath-Himmerich für ihre Darbietungen im Rahmenprogramm.

Info

Von Tischtennis bis Motorsport

Geehrt wurden neben den Einzelsportlern des Jahres als Stadtmeister im Turnen vom TuS Porselen Mathea und Sophie Keimes, Hannah Schuhmachers, Lotte Meiborg, Pia Friedrich, Britta Rütten, Richard Puttin, Leon Schal, Tobias Freyer sowie im Tischtennis vom TTC Straeten das Doppel Andreas Schaps und Andreas Evers; als Kreismeister im Turnen vom TuS Porselen Annika Etzel, Hannah Kreuter, Hannah Zensen und Miriam Schmitz sowie im Tischtennis vom TTC Straeten Ulrich Hollwitz; als Bezirks-, Gau- oder Regiomeister im Turnen vom TuS Porselen Leonie Derichs Christopher Jansen und Nele Lambertz, in der Leichtathletik von der DJK Gillrath Bernhard Ormanns und Hartmut Haupt, vom SC Myhl Sabrina Bluhm und von den Schachfreunden Heinsberg Paul Schelhorn; als Landesmeister im Turnen vom TuS Porselen Tanja Hütten, Bärbel Stand, Rene Puttin und Daniela Bordewin, im Motorsport vom MSC Oberbruch Mert Sanli, Henrik Kauhl, David Weigandt und Michael Raschen sowie in der Leichtathletik vom SC Myhl Hubert Ollmanns.

Für mehrfache Sportabzeichen in Gold wurden geehrt: Leonie Derichs (10), Michaela Heitzer und Katharina Schaffrath (15), Cindy Storm (20) und Elisabeth Derichs (45). Im Ju-Jutsu wurde Christian Maske vom TuS Rheinland Dremmen für seinen 1. Kyu (Braungurt) gewürdigt.

Geehrte weitere Mannschaften sind als Kreismeister die Schachfreunde Heinsberg, als Gau- und Bezirksmeister im Turnen der TuS Porselen mit zwei Mannschaften, im Tennis der TC Rot-Weiß Lieck und im Tischtennis der TTC Unterbruch; als Landesmeister im Motorsport der MSC Oberbruch.

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