Stadt Erkelenz will den eingeschlagenen Weg mit Oliver Franz weitergehen

Klimaschutz : Stadt will den eingeschlagenen Weg mit Oliver Franz weitergehen

Die Stadt folgt weiter dem Weg, den sie mit Klimaschutzmanager Oliver Franz vor zwei Jahren eingeschlagen hat. Dafür muss ein neuer Antrag gestellt werden, um dessen Stelle für zwei weitere Jahre zu finanzieren. Bereits 2015 hatte die Stadt ein Klimaschutzkonzept verabschiedet, das eine Reihe von Maßnahmen beinhaltet. Diese wurden teilweise bereits umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung.

Bei der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses präsentierte Franz einen Leistungsbericht mit rund 40 Maßnahmen aus fünf Handlungsfeldern und eine Reihe von Maßnahmen, die er im kommenden Jahr angehen will. Fest eingeplant sei die Installation von fünf weiteren E-Auto-Ladesäulen in der Innenstadt, für die entsprechende Anträge gestellt seien und geeignete Standorte ausgewählt würden, berichtete er. Darüber hinaus steht eine Modernisierung der städtischen Nutzfahrzeuge an. Ein entsprechender Antrag über 200.000 Euro an Zuschüssen war erfolgreich. Nun steht die Umrüstung auf Elektromobilität bis einschließlich 2021 an.

Auch der bei der Bevölkerung beliebte Erka-Bus soll auf Elektroantrieb umgestellt werden. Ein entsprechender Förderantrag war nicht erfolgreich gewesen, weil zunächst Anträge aus Städten mit hoher Stickoxidbelastung berücksichtigt worden seien. Mittlerweile sei ein zweiter Antrag gestellt worden, der aus einem anderen Fördertopf bedient werde.

Eine wichtige Rolle beim Erreichen der Klimaziele und Umsetzung des Klimakonzeptes spiele die Stadtverwaltung, betonte Franz vor dem Ausschuss. Daher gehöre eine entsprechende Schulung der Mitarbeiter ebenso zum Maßnahmenpaket wie eine technische Aufrüstung. Mit einer Gegenstimme der Bürgerpartei wurde eine Verlängerung des Engagements des Klimaschutzmanagers vom Umweltausschuss befürwortet.

Keine Zustimmung fand ein Antrag der SPD, das Engagement der Stadt im Sinne eines fairen Handels von der Fair-Trade-Kampagne zertifizieren zu lassen. Dabei stoße die Verwaltung an personelle Grenzen, entgegnete der erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen und riet zu einer engen Zusammenarbeit mit Protagonisten wie dem Cusanus-Gymnasium oder der evangelischen Kirche, die sich vor Ort in diesem Bereich engagierten. Auch kleine persönliche Beiträge wie die Nutzung fair gehandelter Produkte bei Ausschuss- oder Ratssitzungen beziehungsweise im Vorzimmer des Bürgermeisters seien nicht umsetzbar, da auf den Sitzungen nur Mineralwasser gereicht würde und der Kaffee im Bürgermeisterbüro zumeist von den Nutzern selbst mitgebracht würde.