14. Erkelenzer Kirchenmusikwoche: Spohrs Oratorium „Die letzten Dinge“ begeistert in St. Lambertus

14. Erkelenzer Kirchenmusikwoche : Spohrs Oratorium „Die letzten Dinge“ begeistert in St. Lambertus

Mit einem Leckerbissen für Freunde der Kirchenmusik begann die 14. Erkelenzer Kirchenmusikwoche. Auf dem Programm stand das Oratorium „Die letzten Dinge“ von Ludwig Spohr.

Der Komponist lebte von 1784 bis 1859 und galt als einer der bedeutendsten Komponisten und Violinisten seiner Zeit. Das Oratorium schrieb Spohr um 1815. Erstaunlich ist, dass es bislang eher selten aufgeführt wurde und lange Zeit sogar als verschollen galt.

Kantor Stefan Emanuel Knauer ist es als musikalischem Kopf der Kirchenmusikwoche zu verdanken, dass das Werk in St. Lambertus zur Aufführung kam.

Dafür hatte Knauer wieder die Düsseldorfer Philharmoniker mit ins Boot geholt, die schon einige Male in Erkelenz aufgetreten sind und neben dem Projekt- und Kirchenchor den voluminösen Klangkörper der Aufführung bildeten. Abgerundet wurde er durch Susan Kuhlen (Sopran), Mechthild Georg (Alt), Fabian Strothmann (Tenor) und Manfred Bühl (Bass), der ebenfalls als Kirchenmusiker in der Pfarrei Christkönig tätig ist.

Im Vorfeld hatte Knauer erklärt, dass er sich um eine „einfache, religiöse und im Ausdruck echte“ Inszenierung bemühen und jeglichen „Bombast“ vermeiden würde. Pfarrer Werner Rombach kündigte das Konzert als ein Musikerlebnis an, das man selten in einer Kirche zu hören bekäme.

Bei der Ouvertüre, die nahtlos in den ersten Gesangspart der Sopranistin Kuhlen überging, bewiesen die Philharmoniker ihre Qualität. Das Publikum war überwältigt von der Intensität der Musik und den harmonisch ineinander übergehenden Passagen des Oratoriums.

Seine Qualität konnte auch der Chor an St. Lambertus unter Beweis stellen, der in fast allen Passagen des Oratoriums gefordert war und vor allem bei „Preis und Ehre ihm“ und „Gefallen ist Babylon, die Große“ zur vollen Entfaltung kam. Der stürmische Beifall des Publikums zeigte Knauer und seinen Mitstreitern, dass ihre Entscheidung für Spohrs Oratorium richtig gewesen war.

(hewi)
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