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Selfkant-Wehr: Spende von 40.000 Euro an Kinderkrebshilfe übertrifft alle Erwartungen

Selfkant-Wehr : Spende von 40.000 Euro an Kinderkrebshilfe übertrifft alle Erwartungen

Manchmal verschlägt einem Hilfsbereitschaft die Sprache. So geschah es jetzt auch in Wehr. Der Vorstand des Vereins „Kinderhilfe — Hilfe für schwerst- und krebskranke Kinder aus dem Selfkantland“ hatte traditionell zur Scheckübergabe an den Förderverein der Kinderkrebsstation im Aachener Klinikum geladen. Aus Aachen reiste eigens die Vorsitzende Marlies Hambücker an.

Denn sie weiß genau, seit nunmehr über 20 Jahren ist der Selfkant alljährlich eine kleine Reise wert. Meistens waren es in den letzten Jahren Beträge in Höhe von 20.000 oder 25.000 Euro, die gespendet wurden. In diesem Jahr allerdings schlug Marlies Hambücker im Restaurant Zagreb in Selfkant-Wehr die Hände vors Gesicht. 40.000 Euro standen auf dem Scheck der Kinderhilfe. Die Vorsitzende rang sichtlich nach Luft — war sprachlos.

Zuvor hatte Hambücker mit ihren Freunden aus dem Selfkant über ein neues Projekt des Fördervereins gesprochen. In unmittelbarer Nähe der Klinikums, direkt hinter dem Parkplatz wurde eine Elternwohnung angemietet, damit die Eltern für krebskranke Kinder unter drei Jahren hier untergebracht werden können. „Die Wohnung ist zweieinhalb Zimmer groß, hat zwei Bäder, wir möchten diese Wohnung in Kürze einrichten“, so Marlies Hambücker im Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern der Kinderhilfe. „Mit dieser unglaublichen Spende kommen wir unserem Ziel, der eingerichteten Elternwohnung, ganz nahe“, freute die Vorsitzende sich über einen optimalen Verwendungszweck für einem Teil der Summe. „Ein weiterer Teil wird ebenfalls zum Wohle der Kinder bestens angelegt“, lobte die Vorsitzende den Tatendrang aus dem Selfkant.

Beate Gorissen, Vorsitzende der Kinderhilfe Selfkant, erinnerte in diesem Zusammenhang an den Heiligabend, an dem ein stolzer Betrag für diesen guten Zweck gespendet worden sei.

Die Spendenaktionen starteten im Selfkant vor mehr als 20 Jahren. Die Interessengemeinschaft Oldiefété Havert war der Geburtshelfer. In diesem Jahr startet die große Oldiefété (Oldies but Goldies) am Samstag, 10. März, ab 20 Uhr im Schützenheim Havert.

Beate Gorissen war von Anfang an der Motor und das Gesicht der Kinderhilfe. Sie bündelt alle Kräfte zum Wohle der Kinder. Vor Jahren weitete die Kinderhilfe ihren Wirkungskreis aus. Neben den krebskranken Kindern wird versucht, auch anderen schwerstkranken Kindern zu helfen oder die Eltern irgendwie zu unterstützen. „Die Spendenbereitschaft in der Region ist riesig, sogar Kindergartenkinder spenden für Kinder“, so Beate Gorissen. Sie sprach im Namen aller betroffenen Kinder einen herzlichen Dank für die Spendenbereitschaft aus.

(agsb)