Spende für die zerstörte Orgel in der Partnerstadt St. James

Benefizkonzert : Cornelius-Burgh-Chor feiert Jubiläum und macht Geschenke

Die Feier zu seinem 35-jährigen Bestehen nutzte der Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins für einen guten Zweck. Denn die Spenden, die im Rahmen des kostenlosen Konzertes in der evangelischen Kirche am Martin-Luther-Platz gesammelt wurden, gingen an die französische Partnerstadt St. James.

Dort ist Ende vorigen Jahres beim Einsturz des Kirchendaches die Orgel völlig zerstört worden. Das Geld soll für den Wiederaufbau der Orgel verwendet werden. Unter der Leitung von Reinhold Richter und dem Titel „Cantate Dominum – Singet dem Herrn“ präsentierte der Chor ausgewählte Kompositionen aus der Renaissancezeit bis in die Gegenwart. Diese waren eingewoben in ausgewählte Werke für Sopran, Blockflöte und Orgel.

Der Name des Chores erinnert an den Komponisten, Notar und Kirchenmusiker Cornelius Burgh. Dieser wirkte im frühen 17. Jahrhundert unter anderem als Kirchenorganist und Notar in Erkelenz.

Neben zwei Kompositionen von Cornelius Burgh hatte Richter Motetten der Renaissance, des Barock und der Klassik sowie Chorwerke der Romantik von Strauss und Mendelssohn-Bartholdy und Chormusik des 20. Jahrhunderts ausgewählt, darunter auch eine Komposition des 2010 verstorbenen Hermann Bruttger.

Neben dem Chor selbst waren auch die Mönchengladbacher Sopranistin Stefanie Kunschke, der in Baal als Kirchenmusiker arbeitende Organist Bernd Kleinen sowie Andrea Richter an der Blockflöte zu hören. Durch das Programm führte der Moderator und Sänger Günter vom Dorp, der es immer wieder verstand, das Schaffen der Komponisten mit Lebensereignissen zu verbinden und sie so dem Publikum näher zu bringen. So erfuhren die Zuhörer, dass Namensgeber Burgh erst spät zu komponieren begann, da sein Beruf als Jurist und Notar es nicht zuließ. Die große Spannbreite des Chores spiegelte sich im Programm des Konzertes wider.

(hewi)