Erkelenz: SPD will Verkehrsentwicklung in Erkelenz schneller vorantreiben

Erkelenz : SPD will Verkehrsentwicklung in Erkelenz schneller vorantreiben

Die SPD will mit einer Reihe von Anträgen zu Verkehrsthemen die Diskussion um die ihrer Meinung nach überfällige Novelle des Verkehrsentwicklungsplans voranbringen. Der Plan stammt aus dem Jahr 1995 und wurde vor zehn Jahren fortgeschrieben. Eine neue Verkehrsplanung als Teil eines Innenstadtentwicklungskonzeptes ist ein Anliegen, das die Sozialdemokraten im Rat seit Jahren vortragen.

Diesmal haben sie vier Anträge zusammengetragen, die eine Reihe von Maßnahmen enthalten, die kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden können.

Ein Fokus liegt auf dem Kölner Tor, das mittlerweile teilweise für den Verkehr freigegeben worden ist. Die Fläche soll völlig umgestaltet werden. Die derzeitige Verkehrsführung, wie sie von einer Ratsmehrheit vor rund zwei Jahren eingeführt wurde, habe zu „mehr Unübersichtlichkeit für alle Verkehrsteilnehmer geführt“, heißt es in dem SPD-Antrag. Daher sei wichtig, eine Verkehrsführung zu schaffen, die „für alle Verkehrsteilnehmer eindeutig und verständlich“ sei.

Nach Ansicht der Antragsteller soll die Bushaltestelle Kölner Tor für den Kraftverkehr gesperrt und zurückgebaut werden. Soweit möglich soll das Wetterschutzdach einen anderen Verwendungszweck erhalten. Die Bushaltestelle für den Erka-Bus würde dann an die Südpromenade verlegt, wodurch die frei werdende Fläche auf der Seite der Einzelhandelsgeschäfte für einen verbreiterten Fußgängerbereich genutzt werden sollte.

Gegen wildes Parken

Auch Kurzzeitparkplätze an der Post, breite Zebrastreifen, Maßnahmen gegen wildes Parken vor der Kreissparkasse und mittelfristig ein Fahrradstreifen in jede Fahrtrichtung würden nach Auffassung der Sozialdemokraten den Bedürfnissen der Bürger mehr entsprechen.

Zudem wollen die Sozialdemokraten die Radwege der Stadt und die Großkreuzung Aachener, Antwerpener, Krefelder und Goswin-Straße endlich anpacken. Für dort fordert die SPD den Bau eines Kreisverkehrs.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Fahrradwegen, die die SPD ausbauen, sanieren oder neu einrichten will. Zumindest Fahrradschutzstreifen sollen auf der Tenholter und Aachener Straße, der Paul-Rüttchen-Straße sowie am Adam-Stegerwald-Hof und am Schulring angelegt werden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien auch geeignet, den Status als fahrradfreundliche Stadt zu festigen.

(hewi)
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