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Dreitausend Tonnen: Sonnensegel senkt CO2-Ausstoß

Dreitausend Tonnen : Sonnensegel senkt CO2-Ausstoß

Die neue Anlage am Heinsberger Kreishaus liefert Strom, mit dem zwei Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang versorgt werden könnten. Die Kreisverwaltung spart mit ihr rund drei Tonnen CO2.

Es ist kaum zu übersehen, das neue große schwarze Sonnensegel vor dem Kreishaus in Heinsberg an der Ecke Siemensstraße/Valkenburger Straße. Bei der von der Erkelenzer Firma „wpd windmanager“ nun installierten Photovoltaikanlage handelt es sich um ein sogenanntes „nachgeführtes Sonnensegel“, das im Tagesverlauf automatisch dem Sonnenstand folgt und sich so optimal in Winkel und Himmelsrichtung ausrichtet. „Dadurch wird eine optimale wie konstante Stromausbeute, die um 35 Prozent höher liegt als bei herkömmlichen Solaranlagen“, heißt es aus der Kreisverwaltung.

22.000 Pkw-Kilometer

Für die Kreisverwaltung Heinsberg, die in Sachen Ökobilanz und Nachhaltigkeit gerne eine Vorbildfunktion erfüllen möchte, ist das Projekt „ein weiter wichtiger Schritt in eine ,grüne Zukunft’“. Mit Abmessungen von 8 x 4 Metern erziele das neue Sonnensegel einen Jahresstromertrag von 7500 KWh, immerhin entspricht das dem Stromverbrauch von zwei Vier-Personen-Haushalten. „Damit wird die CO2-Bilanz der Kreisverwaltung um drei Tonnen pro Jahr gesenkt.

Das entspricht dem CO2-Jahresausstoß eines Mittelklassewagens mit 22.000 Kilometern Fahrleistung“, heißt es aus dem Kreishaus. Landrat Stephan Pusch betont: „Die Anlage dient zum Eigenstromverbrauch und wird demnächst auch eine weitere Elektroladesäule am Kreishaus speisen.“ Letztere wird auch gebraucht, weil der Elektrofuhrpark des Kreises in Kürze schon fünf E-Autos und drei elektrisch unterstützte Fahrräder umfasst.