Hückelhoven: Skate-Contest: Neuer Pool eingeweiht

Hückelhoven: Skate-Contest: Neuer Pool eingeweiht

Beim zehnten Skatecontest auf der Anlage am Landabsatz konnten die Veranstalter mit einer neuen Attraktion für die Skater aufwarten: Ein „Pool“ aus Beton, der aussieht wie ein leergepumptes Schwimmbecken, in dem die Skater ihre waghalsigen Aktionen vorführen und um die Gunst der Jury buhlen konnten.

„Ein solcher Pool ist zwischen Aachen und Mönchengladbach einzigartig“, betonte Stadtjugendpfleger Peter Wiese, der gemeinsam mit Philip Grzeskawiak und einem Team von rund 20 Helfern den Skate-Event organisiert hat.

Grzeskawiak ist mit seinen 30 Jahren schon ein alter Hase auf dem Rollbrett. Seit 17 Jahren ist er dabei und weiß, was eine gute Anlage ausmacht. „Und die Anlage hier in Hückelhoven ist verdammt gut“, bestätigt er. Mit dem Pool hat sie nun neben Halfpipe, Minitrampe und Street Parcours das siebte Element bekommen. Das Betonbecken hat rund 140.000 Euro gekostet und wurde in einer Rekordzeit von nur vier Wochen fertiggestellt. Ihren Härtetest hat sie im Starkregen schon bestanden. „Der Abfluss funktioniert einwandfrei“, betonte Wiese. Anderenfalls hätten die Skater bis zu den Hüften im Wasser gestanden.

Beim mittlerweile zehnten Contest in Hückelhoven geht es schon um etwas, denn waren die Unerschrockenen Rollbrettfahrer bislang nur „aus Spaß an der Freude“ dabei, winkten diesmal erstmals Siegprämien bis 250 Euro. Das spornt an und ließ die Entscheidung auf Hückelhoven fallen, obwohl parallel zu Contests in Mönchengladbach und Osnabrück eingeladen worden war. Gute Skater fahren schon mal quer durch die Republik, um sich auf dem Brett mit der Konkurrenz zu messen.

Gefahren wurde in Wettbewerben wie „Best trick“ oder „worst slam“ — denn auch die besten Hinfaller sind durchaus siegverdächtig in der Szene.

Der neue Pool ist sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene geeignet, ist sich Grzeskawiak sicher. Der Anlage in Hückelhoven wird sie zukünftig einige neue Besucher bescheren. Diese stammen aus dem gesamten Kreisgebiet und der Region.

Geplant ist eine kreisweite Meisterschaft, für die man die Aktivitäten auf den verschiedenen Anlagen im Kreisgebiet verbinden könnte. Zuerst einmal wurde in Hückelhoven bei bestem Wetter gesprungen und gefahren. Ernsthafte Verletzungen habe es bisher noch nicht gegeben, betonte Wiese. „Der Sport sieht gefährlicher aus als er ist“, lautete sein Resümee. Gegen Mittag hatten sich schon rund 50 Teilnehmer angemeldet, von denen einige auch weitere Anreisen in Kauf genommen hatten.

(hewi)
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