Selfkant warnt vor gefährlicher Strömung

Baden nicht erlaubt : Selfkant warnt vor gefährlicher Strömung

Die Gemeinde Selfkant warnt vor einer nicht zu unterschätzenden Gefahr. Denn der Baggersee im Renaturierungsgebiet des Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Tüdderner Fenn und Westerheide“ hat Tücken, die oft beim verbotenen Baden unterschätzt werden.

Das Abgrabungsvorhaben auf dem Gebiet der ehemaligen Löwensafari ist seit 2018 beendet. Zur Renaturierungsmaßnahme gehörte auch die Herstellung eines Gewässers. Das große Areal ist seit jeher ein Ort für Naturliebhaber und Erholungssuchende. Insbesondere wird bei entsprechender Witterung das jetzt neu geschaffene Gewässer sehr gerne aufgesucht.

Dieser Baggersee ist jedoch laut Gemeinde nicht zum Baden oder Angeln geeignet. Hintergrund sei, dass der See, der eine Tiefe von 16 Metern aufweist, durch Kiesabgrabungen entstanden ist. Es müsse daher immer damit gerechnet werden, dass die Ufer nachrutschten. Ebenso bestehe die Gefahr, durch Grundwasserströmungen in die Tiefe gezogen zu werden. Daher wurde die Nutzung des Gewässers in diesem Bereich vom Gemeingebrauch ausgeschlossen.

Auch im umherliegenden Waldgebiet darf der Erholungssuchende dort nicht tun und lassen was er will, sondern es sind einige Regeln zu beachten: Verboten ist dort insbesondere, Feuer zu machen; unabhängig von einer möglichen Waldbrandgefahr. Auch das Rauchen ist in der Zeit vom 1. März bis 31.Oktober im Gebiet untersagt. Hunde dürfen außerhalb von Wegen nur angeleint mitgeführt werden. Die Nutzung von Kraftfahrzeugen ist zudem auch auf Waldwegen untersagt.

Damit dieses schützenswerte Areal ein Erholungsort bleibt, wird das Ordnungsamt mit der Polizei dort regelmäßig Kontrollen durchführen. Verstöße – auch das Zurücklassen jeglichen Mülls – werden zur Anzeige gebracht.

Wer das Gebiet aufsuchen möchte, kann dazu den etwa 80 Meter entfernten Parkplatz an der Waldschänke kostenlos nutzen.

(agsb)
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