Heinsberg: Schulkinder geben Autofahrern Saures

Heinsberg: Schulkinder geben Autofahrern Saures

Auch am zweiten bundesweiten Blitzmarathon, der am 18. September stattfinden wird, ist die Kreispolizeibehörde Heinsberg mit dabei. Dann werden die Beamten wieder 24 Stunden lang an vielen verschiedenen Gefahrenpunkten im Kreisgebiet die Geschwindigkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer messen.

Kinder und Schüler werden dazu schon im Vorfeld in die Planung einbezogen. Sie können der Polizei die Stellen im Straßenverkehr melden, an denen sie sich als Verkehrsteilnehmer fürchten und sich gefährdet fühlen.

Teilnehmen als „Messpaten“ werden am 18. September auch Schüler der Klasse 7 des Heinsberger Kreisgymnasiums. Gemeinsam mit dem Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde, Polizeihauptkommissar Manfred Kunst, beteiligte sich die Klasse 7 mit ihrem Lehrer Heinz-Peter Hastenrath an der Vorbereitung. „Wo ist es auf eurem Schulweg gefährlich?“, fragte Verkehrssicherheitsberater Manfred Kunst. Der Verkehrssicherheitsberater ist den Schülern noch durch die Radfahrprüfungen bekannt — und so konnte der erfahrene Polizist die Klasse schnell motivieren, der Polizei bei der Ermittlung der gefährlichen Stellen zu helfen.

Die 25 Schüler waren engagiert bei der Sache und gaben zahlreiche Hinweise auf besondere Gefahrenstellen. „Manchmal ist der Bürgersteig so schmal, und dann donnern die Lastwagen ziemlich nah an uns vorbei“, nannte ein Kind eine Gefahrenquelle.

„Viele Autofahrer fahren viel zu schnell — und das manchmal auch da, wo nach einer Kurve kaum eine richtige Übersicht besteht“, beschrieb eine Schülerin das Verkehrsfehlverhalten vieler Autofahrer.

Am Tafelbild wurden die vielen Gefahrenquellen sichtbar, denen die Schüler täglich im Verkehr ausgesetzt sind. Zuvor erfuhren die Beteiligten, dass sieben mit dem Fahrrad und zwei zu Fuß zur Schule kommen, aber auch acht mit dem Auto gebracht werden. Die weiteren Klassenteilnehmer nutzen den Bus.

Auch dass Schüler und Schülerinnen aus allen Ortschaften und Himmelsrichtungen von Tüddern, Havert, Stein, Birgden, Kirchhoven, Haaren, Hülhoven, Dremmen, Ober- und Unterbruch sowie Heinsberg-Stadtzentrum die Schule besuchen, wurde am Schaubild sichtbar.

Vorfreude

„Ein Formular soll euch beim Auflisten helfen, wo es gefährliche Stellen auf eurem Schulweg gibt und wo wir als Polizei messen sollen“, gab Manfred Kunst den Schülern noch ein Hilfsmittel an die Hand.

Mit Vorfreude sehen die Schüler schon dem 18. September entgegen. Denn dann werden sie als Messpaten mit an ausgewählten Messpunkten stehen. „Mit der Laserpistole wird gemessen. Die Verkehrsteilnehmer, die zu schnell sind, werden angehalten. Ihr habt dann die Gelegenheit, mit den Autofahrern zu sprechen. Wenn sie sich falsch Verhalten haben, dürft ihr ihnen Saures, nämlich eine Zitrone, geben“, ließ Manfred Kunst die Schüler wissen.

„Dass im ganzen Land Schüler an der Planung des Blitzmarathons teilnehmen können, ist wirklich zu begrüßen“, betonte Vorbereitung Lehrer Heinz-Peter Hastenrath, dem die Klasse applaudierend zustimmte.

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