SC Selfkant bangt um seine neue Sportstätte

Pläne werden nachgebessert : Im August sollen endgültig die Weichen für Integrativen Sportpark gestellt werden

Ende August sollen nun die Weichen für den Integrativen Sportpark Höngen und die neue Heimat des SC Selfkant gestellt werden – oder folgt doch die Verlängerung der Verlängerung? Der Bebauungsplan muss deutlich nachgebessert werden.

Der SC Selfkant schaffte vor Tagen den Aufstieg in die Kreisliga A im Fußballkreis Heinsberg, wartet aber immer noch auf sein sportliches neues Zuhause. Dieses soll in den Integrativen Sportpark Höngen miteingebunden werden. Für die diesen Sportpark in der Verlängerung „Op d´r Berg“ in Höngen Richtung Westerholzer Straße hinter dem Familienzentrum und den Schulgelände Höngen stehen über drei Millionen Fördergelder bereits zur Verfügung. Wobei die Gemeindeverwaltung und auch der Rat sicherlich nicht mit so einem starken Protest der Anwohner gerechnet hatten. Diese befürchten gewaltige Lärmbelästigung, besonders durch den Trainings- und Spielbetrieb.

Die Pläne wurden soweit auf dem Weg gebracht und bearbeitet, die Gemeinde plante vorsichtshalber mit Lärmschutzwälle. In der Ratssitzung sollte nun die Aufstellung des Bebauungsplanes beschlossen werden, jedoch es musste die Planung in die erste Verlängerung gehen. Die Emissionswerte müssen bearbeitet werden. Es gab neuerliche Einwände bezüglich der Parkplätze, wobei hier notfalls der Schulhof als Parkraum genutzt werden könnte. Die eingeplanten Schutzmaßnahmen müssen überarbeitet werden. Der Bebauungsplan muss also nachgebessert werden. Der neue Entwurf wird dann erneut offengelegt und man darf gespannt sein, ob es eine weitere Verlängerung gibt. Ende August soll der Plan endgültig vorgestellt werden.

Bündnis/90 Die Grünen fragte nach, ob gegebenenfalls weitere Kosten zu Lasten der Gemeindekasse anfallen würden. Und die Opposition hinterfragten, ob die Fördergelder bei weiteren Einwänden irgendwann den Rodebach runterfließen würden.

„Zeitlich kann aufgrund der Sommerferien erst Ende August der Bebauungsplan endgültig aufgestellt werden“, sagte Bürgermeister Herbert Corsten, der hoffte, dann auch zum Spatenstich einladen zu können. „Wir werden unsere Hausaufgabe machen. Wir hatten schon im Vorfeld den Schallschutz eingeplant und werden hier die Erkenntnisse aus dem Schallschutzgutachten beachten“, so Corsten. Der SC Selfkant, Rat und Verwaltung hoffen nun auf Spielende in Sachen Sportpark Ende August, damit das Team des SC voller Zuversicht in die neue Spielklasse starten kann und eine neue Heimat vor Augen hat.

Beim SC Selfkant versteht man nämlich die Welt nicht mehr. Da schien alles in trockenen Tüchern und nun geht es weiter. „Für uns ist besonders der Kunstrasenplatz wichtig“, sagte Sportchef Michael Schmitz vom SC Selfkant. Die Senioren müssen für das Training im benachbarten Sittard sowie Koningsbosch Plätze anmieten, am Freitag kann sogar erst ab 20.30 Uhr trainiert werden. Und die ganz große Sorge gibt es im Jugendbereich. Der SC stellt 14 Mannschaften. Besonders in den Wintermonaten stellt der Trainingsbetrieb den Verein vor große Herausforderungen. Jetzt hofft man, dass nach den neu überarbeiteten Plänen im August alles über die Bühne läuft und der integrative Sportpark in Bewegung kommt.

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