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Standhafter Landwirt: RWE verzichtet vorerst auf Abrissarbeiten in Lützerath

Standhafter Landwirt : RWE verzichtet vorerst auf Abrissarbeiten in Lützerath

RWE verzichtet vorerst auf Abrissarbeiten in Lützerath am Braunkohletagebau. Der Landwirt Eckardt Heukamp war im Tauziehen um seinen Hof vor das Oberverwaltungsgericht gezogen. Das soll nun zunächst eine Entscheidung treffen.

Ein Sprecher des Energiekonzerns RWE sagte am Donnerstag in Essen, man wolle jetzt zunächst eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Münster abwarten. Bei der Entscheidung geht es um die Frage, ob RWE ab 1. November mit dem Hof des Lützerather Landwirts Eckardt HeukampHof und seinen Grundstücken verfahren darf, als würden sie dem Konzern bereits gehören. Bis dahin werde es keine weiteren Abrisse geben, sagte der RWE-Sprecher.

Das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ bezeichnete dies als „Teilerfolg“, teilte aber mit, dass die Menschen vor Ort gleichwohl von Abrissarbeiten in der nächsten Zeit ausgingen und ihre Blockaden deshalb weiter aufrecht erhielten.

Das Aktionsbündnis „Ende Gelände“ hat zu einem „Unräumbar-Festival“ von Freitag, 29. Oktober, bis Montag, 1. November, aufgerufen. Und die Schülerprotestgruppe „Fridays for Future“ plant mit den umsiedlungskritischen Anwohnern von „Alle Dörfer bleiben“ eine Demonstration am Sonntag, 31. Oktober. Ein Sprecher von „Alle Dörfer bleiben“ sagte am Donnerstag, er gehe von 2000 bis 3000 Teilnehmern aus. Angemeldet sind 5000. Eine Polizeisprecherin sagte, man gehe von einem friedlichen Verlauf aus.

(dpa)