Rurtalschule startet Erasmusprojekt

Barrierefrei und grenzenlos? : Rurtalschule startet europäisches Projekt

Aus der Rurtalschule nach Europa: Die Förderschule startet ein Projekt mit europäischen Partnerschulen. Dabei erarbeiten sie unter dem Motto „Reise ohne Grenzen“ einen barrierefreien Reiseführer.

Mit einer gemeinen Feier startete die Rurtalschule – Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung des Kreises Heinsberg - in das zweijährige europäische Austauschprojekt im Rahmen des aktuellen Programms Erasmus+ mit Partnerschulen in Ungarn und den Niederlanden. Die Enthüllung des offiziellen Erasmus+ - Schildes nahmen die Schulsprecher im Beisein von Landrat Stephan Pusch vor.

„Wir beteiligen uns als Schule nun zum dritten Mal an einem europäischen Projekt“, betonte Schulleiter Volkmar Gilleßen im Gespräch. Während zwei Projekte zuvor mit Partnerschulen im District Midlothian in Schottland realisiert wurden, seien diesmal die niederländische Herman Broerenschool in Roermond und die Montágh Imre Bildungseinrichtung in Esztergom in Ungarn die Partnerschulen, ergänzte Gilleßen.

Der Rurtalschule obliege die Federführung des europäischen Erasmus+ Projekts „Reise ohne Grenzen – unsere barrierefreien Reiseführer“ sagte Dietmar Pelzer, Koordinator des Projektes. Die Finanzierung des Projektes sei bewilligt und gesichert. „Ziel des zweijährigen Projektes wird die Erstellung von drei barrierefreien Reiseführern sein, in denen jeweils rund zehn Reiseziele beschrieben sind“, erläuterte Pelzer die Kerninhalte des Projektes. Jeder der drei Reiseführer werde auch dreisprachig ausgeführt sein. „Barrierefrei bedeutet zu prüfen, ob die Bedürfnisse von Menschen mit persönlichen Einschränkungen im Umfeld der Reiseziele im besonderen Maße berücksichtigt werden“, ergänzte Britta Frenken als Mitglied des Projektteams.

Gemeinsam mit den europäischen Partnerschulen in den Niederlanden und Ungarn sollen interessante Reiseziel aus den jeweiligen Regionen ausprobiert und gegenseitig vorgestellt werden. Die Rurtalschule werde Reiseziele im Kreis Heinsberg - wie den Wildpark in Gangelt - beschreiben und auf barrierefreien Zugang untersuchen. Beispiele dafür seien etwa, ob geeignete Toiletten zur Verfügung stehen, der Zugang für Rollstuhlfahrer geeignet sei und weitere Kriterien für Seh- und Hörbeeinträchtigte berücksichtigt würden. Rund zehn Reiseziele aus der Region zwischen Aachen und Köln wolle man auf Eignung prüfen. Neben den Lehrern seien 24 Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe und Berufspraxisstufe beteiligt. Gegenseitige Besuche von Lehrer- und Schülergruppen der drei Partnerschulen würden dazugehören.

Den aktiven Einbezug der Schüler in das Programm belegten bei der Eröffnungsfeier die Schüler der Erasmus+-Arbeitsgruppe Juliette Zeiter und Rico Mommer. Sie übernahmen in ihrem kurzen Vortrag die Aufgabe, den Gästen und Mitschülern zu erklären, wer an dem Projekt beteiligt sei, wie gearbeitet werde und was in den Reiseführer stehen werde. Ebenso waren die beiden Schülersprecher Sabine Abert und Philipp Wiedemann eingebunden und gaben weitere Informationen zum Projekt. Sie enthüllten gemeinsam mit Landrat Stephan Pusch das offizielle Erasmus+ Projektschild. Beim gemeinsamen Singen mit den Gästen aus der Kreisverwaltung und Lehrern der niederländischen Schule ergaben sich weitere Gelegenheiten zur Identifizierung mit dem europäischen Gedanken. Schüler aus den verschiedenen Stufen fügten einzelne Sterne zum Sternenbanner der europäischen Flagge zusammen. Der Einstieg in das Projekt gelang bestens und auf das Endergebnis darf man sich freuen.

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