Aachen: Rur, Wurm, Inde: Überschwemmungsgebiete festgelegt

Aachen: Rur, Wurm, Inde: Überschwemmungsgebiete festgelegt

Ob Land unter an der Inde, nasse Füße an der Wurm oder vollgelaufene Keller an der Rur - vor rund einem Jahr hielt nach der Schneeschmelze das Hochwasser die Aachener Region in Atem.

Nun hat die Kölner Bezirksregierung für die Einzugsbereiche vor allem dieser drei Flüsse neue Überschwemmungsgebiete festgesetzt, die ab kommenden Dienstag rechtskräftig sind.

„Solche Areale sind für den Hochwasser- und Gewässerschutz bedeutende Gebiete, die in ihrer Funktion als natürliche Rückhalteflächen zu erhalten sind”, erläutert Behördensprecherin Freia Johannsen auf Anfrage und betont: „Die Hochwasser im vergangenen Winter spielten für die Festsetzung zunächst keine Rolle, belegen aber die Notwendigkeit.”

Zur Ermittlung der Überschwemmungsgebiete seien vor Ort Geländehöhen aufgenommen worden. „So konnte ein detailliertes Modell des Geländes und des jeweiligen Flusses erstellt werden”, teilt die Sprecherin mit. Auf dieser Grundlage wurden anschließend die Flächen berechnet, die bei einem Hochwasser überschwemmt werden, das nach der statistischen Wahrscheinlichkeit nur einmal in 100 Jahren vorkommt. „Für ein solches Hochwasser können insbesondere an der Wurm in Geilenkirchen, an der Inde in Eschweiler, Kornelimünster und Stolberg und an der Rur in Wassenberg Schäden auftreten”, erläutert Johannsen. Dabei sollen bisherige Hochwasserschutzaktivitäten optimiert werden.

Ziel der Maßnahme, die bis Ende 2013 auch für andere Flüsse umgesetzt wird, ist darüber hi­naus, Bürger über Hochwassergefahren zu informieren und dafür zu sensibilisieren, sagt Arno Hoppmann vom Wasserverband Eifel-Rur, Flussgebietsmanagement. Zudem gelte es, die als Überschwemmungsgebiete definierten Bereiche zu schützen. Dazu zähle auch, dass dort „möglichst nicht mehr oder nur unter bestimmten Auflagen gebaut” werden dürfe.

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