Rur flutet bei Heinsberg und Wassenberg Straßen und Wege

Hochwasser im Kreis Heinsberg : Rur und Wurm treten über die Ufer

Mit Sorge haben nicht nur viele Menschen in der Region in den vergangenen Tagen die starken Regenfällen beobachtet, sondern auch die Feuerwehren im Kreis Heinsberg.

Nach mehreren Tagen Dauerregen bildeten sich an vielen Stellen entlang des Rurufers regelrechte Seenlandschaften, die die Feuerwehren im Dauereinsatz hielten. In Randerath, so hieß es auf Nachfrage bei der Feuerwehr Heinsberg, sei „die Alarmstufe 2 am Samstag bereits überschritten“ gewesen, die Wurm hatte am Abend einen Pegelstand von 2,55 Meter erreicht.

Noch in der Nacht zum Sonntag hatten die Einsatzkräfte Wasser abgepumpt, um die Häuser des Ortes zu schützen. Seit dem späten Samstagabend sinken die Pegelstände an Rur und Wurm wieder. Auch in Kempen und Karken ist die Rur über die Ufer getreten, Bauern meldeten auf ihren Feldern „Land unter“, Wanderwege wurden komplett unter Wasser gesetzt.

Auf dem Kempener Marktplatz, der sich in der Nähe des Rurufers befindet, stand das Festzelt knöcheltief im Wasser. Die Feuerwehr musste völlig überflutete Zufahrtsstraßen, die entlang der Rur führen, sperren.

Dauerregen sorgt für Überschwemmungen in der Region

Auch Brücken sind unpassierbar. In Ophoven und Steinkirchen hat sich das Wasser der Rur bis kurz vor die Ortschaften ausgedehnt, Wege und Straßen außerhalb des Ortes sind überflutet. Im Jahr 2011 gab es in Ophoven bereits ein Hochwasser, der Damm drohte aufzuweichen. Dass es glimpflich ausging und nicht ganze Straßenzüge unter Wasser gesetzt wurden, war dem Einsatz zahlreicher Helfer geschuldet.

Seit 2011 laufen Planungen, den Damm zu erneuern – geschehen ist bislang aber wenig. Der Deich ist weiterhin marode. „Doch er hält bislang noch das Wasser ab“, hieß es seitens der Feuerwehr. Nach dem Ende der starken Regenfälle entspannte sich die Situation am Sonntag wieder – Anwohner und Feuerwehren können aufatmen.

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