Rück- und Ausblick beim Neujahrsempfang in Wegberg

Neujahrsempfang in Wegberg : Konsolidierungskurs und Glaskugel

Ein guter Stern über dem jungen Jahr 2019 in Wegberg – so präsentierte sich der Neujahrsempfang an der Eisbahn vor dem Wegberger Rathaus zumindest optisch.

Von einem strahlenden Stern wurde die Bühne beleuchtet, als Bürgermeister Michael Stock offiziell ein frohes neues Jahr wünschte, seinen Rückblick auf das vergangene Jahr hielt und einen Ausblick in die Zukunft wagte. Locker und fröhlich ging es zu beim traditionellen Empfang am Vortag der großen Abtauparty.

Zahlreiche Gäste konnte der Erste Bürger der Stadt begrüßen, Rats- und Verwaltungsmitglieder, Amtskollegen und Mitglieder von Kreis- und Landtag, ortsansässige Unternehmer, Vertreter von Kirche, Polizei und Feuerwehr, Vereinsvertreter und Bürger der Mühlenstadt. Seinen Rückblick auf das zurückliegende Jahr machte er an „Schlagzeilen“ fest. Seit Anfang 2018 sei Frank Thies der neue Technische Beigeordnete, Wegberg habe sich für eine funktionale, wirtschaftliche und nachhaltige neue Feuerwache entschieden und der Kindergarten Merbeck sei die erste Naturpark-Kita im Kreis Heinsberg geworden.

Die Verabschiedung des Haushalts 2017 habe bewiesen, dass Wegberg weiterhin auf Konsolidierungskurs sei. Das Gewerbegebiet Wegberg Oval sei „so gut wie ausverkauft“, ein neues Gewerbegebietes in Rath-Anhoven werde entwickelt, „mit der Vermarktung werden wir zeitnah beginnen“. Die gute Nachricht zum Schluss seines Rückblicks: „Wegberg erhält 15.000 Euro von der EU für freies WLAN in der Innenstadt.“

Gute Schlagzeilen waren es dann auch, die er sich wünschte beim Ausblick auf 2019 – seinem „Blick in die Glaskugel“. Die Schlagzeile „Schulsanierung am Maximilian-Kolbe-Gymnasium schreitet voran“ stand ganz oben auf seiner Wunschliste, gefolgt von „Erste Bewohner ziehen ins Quartier im BGZ ein“. Hier sollen generationsübergreifend Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben. Und noch eine dritte gute Nachricht stand auf seiner Wunschliste: „Wegberg erhält Förderzusage für das Projekt Sport am Beeckbach“, eine Konzeption zur Sanierung, Aufwertung und dem Ausbau von Freizeit-, Sport- und Begegnungsstätten südlich des Beeckbachs. Für ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 6,3 Millionen Euro hat die Stadt Wegberg einen Förderantrag gestellt, der 90 Prozent der Kosten decken würde.

Zum neuen Jahr gehören Wünsche und gute Vorsätze natürlich dazu. Das ist auch bei offiziellen Empfängen nicht anders. „Ich wünsche mir, dass wir den Raum zwischen unseren politischen Positionen für einen Konsens in der Sache nutzen“, spielte Bürgermeister Stock offensichtlich auf die Tatsache an, dass der Haushaltsplan für 2019 Mitte Dezember lediglich von SPD, Die Linke, Grüne und Freie Wähler mitgetragen wurde. FDP und AfW votierten dagegen, die CDU hatte sich bei der Abstimmung enthalten.

Die gemeinsame Bewältigung der anstehenden Aufgaben wünschte er sich und allen Beteiligten für 2019, bevor er die Besucher zu einer Happy Hour mit Musik der Band Vivid einlud.

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