Restaurierte Holztafeln in Orsbeck feierlich eingesegnet

Kirche St. Martin Orsbeck : Restaurierte Holztafeln feierlich eingesegnet

Kulturgüter zu erhalten und der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung zu stellen, dem widmen sich im Kreis Heinsberg die Heimatvereine und auch kirchliche Institutionen. Mit der Einsegnung durch Propst Thomas Wieners hängen vier restaurierten Evangelisten-Holztafeln nun im Chor der Orsbecker Kirche St. Martin und bereichern den Altarraum.

„Die vier Holztafeln mit den Evangelisten gehörten ursprünglich zur Vertäfelung des alten Predigtstuhls“, informierte Christoph Steffens vom Turmmuseum Orsbeck-Luchtenberg zum Beginn der Messe und der Einsegnung die Gläubigen in der Kirche. Um 1753 seien mit dem Ausbau der ehemals fränkischen Saalkirche zu einer größeren Kirche auch das Inventar und die Innenausstattung erneuert worden. So werde vermutet, dass auch der alte Predigtstuhl mit den dann entstandenen Holztafeln ausgestattet worden sei. Durch Kriegseinwirkungen (Artilleriebeschuss) im Zweiten Weltkrieg seien die Tafeln schwer beschädigt worden.

Nach langen Jahren der Einlagerung habe das Turmmuseum die Tafeln dennoch erstmals wieder im Jahre 2013 ausgestellt. Mit Beschluss des Gemeindeausschusses St. Martin in der Gemeinschaft der Gemeinden St. Marien Wassenberg und auf Initiative von Matthias Cremer als deren Mitglied sei die Finanzierung für eine Restauration ermöglicht worden.

Die Restaurierung erfolgte durch das Kunstkabinett Vischer aus Mönchengladbach. Im Zeitraum von Dezember 2018 bis April 2019 wurden die kirchlichen Kulturgüter aus Eichenholz mit der Darstellung der vier Evangelisten in Öl und Blattgold wieder hergestellt und erstrahlen im Kreisrund des Altarraums in altem Glanz

Mit einer heiligen Messe und nachfolgendem Grillfest feierten die Mitglieder der Pfarre ein gelungenes Projekt. Dass die kleine Gemeinde in Orsbeck mit ihren engagierten Mitgliedern des Turmmuseums noch weitere Projekte zur Historie des Ortes umsetzen, davon konnten sich die Besucher bei einer Ausstellung im Pfarrgemeindehaus überzeugen. Die ersten acht Stelltafeln von am Ende rund 40 Tafeln einer Wanderausstellung zu historischen Ereignissen, Architekturen und Personen waren im Rahmen eines durch die Initiative „Heimatscheck“ finanzierten Projektes fertiggestellt.

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