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Coronavirus und die Folgen: Rathäuser richten Servicenummern ein, Ausschüsse tagen nicht

Coronavirus und die Folgen : Rathäuser richten Servicenummern ein, Ausschüsse tagen nicht

Statt Veranstaltungshinweise, finden Sie an dieser Stelle Veranstaltungsabsagen, denn aufgrund des im Kreis Heinsberg auftretenden Coronavirus sagen die Organisatoren reihenweise für die nächsten Tage geplante Konzerte, Wanderungen oder Sitzungen ab.

Das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“ hat den Dorfspaziergang in Keyenberg abgesagt, der am Sonntag, 8. März, stattfinden sollte. Bei den Dorfspaziergängen waren zuletzt immer wieder Hunderte Braunkohlegegner in die bedrohten Erkelenzer Dörfer gekommen, um damit ein Zeichen für den Erhalt der Orte zu setzen. „Eure Gesundheit liegt uns am Herzen, deshalb haben wir uns für die Absage entschieden. Schon bald sehen wir uns – hoffentlich mit viel Widerstandskraft – zum nächsten Dorfspaziergang in Keyenberg wieder“, teilen Britta Kox von „Alle Dörfer bleiben“ und Naturführer Michael Zobel mit.

Die Kreisverwaltung hatte am Dienstag wie alle übrigen Rathäuser im Kreisgebiet ihre Türen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet, allerdings mit Einschränkungen. Wer hinein wollte, musste sich zuvor telefonisch melden. Das Anliegen werde zunächst auf Dringlichkeit überprüft, erklärte Pressesprecher Ulrich Holwitz. „Erst dann ist der Besuch der Verwaltung möglich.“ Es sollen damit größere Menschenansammlungen in Wartebereichen vermieden werden. Sollte ein Anliegen als „nicht dringlich“ beurteilt werden, bittet die Verwaltung um Verständnis.

Das Straßenverkehrsamt ist für Zulassungen unter 02452/133611 und bei Führerscheinangelegenheiten unter 02452/133690 zu erreichen. Wenn es um Verkehrsangelegenheiten geht, dann gelten bei Straßenverkehrsamt die Nummern 02452/133646 oder 02452/133647. Das Ordnungsamt ist in Ausländerangelegenheiten unter 02452/133270 erreichbar und für das Amt für Soziales kann die zentrale Nummer 02452/135009 gewählt werden. In allen anderen Angelegenheiten sollen die zuständigen Sachbearbeiter kontaktiert werden, empfiehlt Pressesprecher Hollwitz. Nur im Ausnahmefall solle die zentrale Rufnummer 130 oder das Bürgertelefon 02452/131313 verwendet werden.

 Die Stadt Wegberg hat ebenfalls Servicenummern eingerichtet unter denen die Beamten zu den sonst üblichen Öffnungszeiten erreicht werden können: So ist das Standes- und Friedhofsamt unter 02434/83344, der Bürgerservice unter 02434/83 330 das Amt für Bildung und Soziales unter 02434/83 502 zu erreichen.

Auch auf die Treffen der verschiedenen öffentlichen Gremien haben die Vorsorgemaßnahmen Auswirkungen. Der Kreis Heinsberg sagt zum Beispiel die Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, Soziales und Generationenfragen, die ursprünglich für heute Abend vorgesehen war, ab.

Die Stadt Erkelenz hat die Sitzung des Kultur-, Sport- und Städtepartnerschaftsausschusses auf Dienstag, 17. März, 18.30 Uhr, verlegt.

Zum jetzigen Zeitpunkt steht auch noch nicht fest, ob die 13. Sitzung des Bezirksausschusses Keyenberg/Venrath/Borschemich am Dienstag, 10. März, stattfinden kann, teilt die Stadt Erkelenz in Abstimmung mit dem Ausschussvorsitzenden Hans Josef Dederichs mit. Die Ausschussmitglieder sollen auf jeden Fall im Laufe des Dienstagmorgens per E-Mail informiert werden.

Das Gleiche gilt für die 15. Sitzung des Erkelenzer Jugendhilfeausschusses am Mittwoch, 11. März. Ausschussvorsitzender Michael Kutz wird die Mitglieder rechtzeitig per E-Mail benachrichtigen, ab die Sitzung stattfindet.

Auch das für Samstag, 7. März, vorgesehene CircleOneConcert der Eine-Welt-AG sagt Bruno Bürger, Initiator der Eine-Welt-AG, mit Bedauern ab, nachdem er sich mit der Stadt Erkelenz und der evangelischen Kirchengemeinde Schwanenberg abgestimmt hatte. Das Konzert sollte zum ersten Mal im Foyer der Stadthalle Erkelenz stattfinden und war als Benefizkonzert zugunsten der Projekte in Brasilien, Indien und Burundi gedacht.

 Wellness-Liebhaber, die gehofft haben, dass das derzeit geschlossene Hallenbad Heinsberg für das am 6. und 7. März geplante Wellnessbaden wieder geöffnet würde, müssen die Stadtwerke Heinsberg enttäuschen. Auch dieses Freizeitvergnügen wird ausfallen. Wer bereits Karten erworben hat, bekommt den Kaufpreis gegen Vorlage der Karte bis zum 17. April im Hallenbad, Schafhausener Straße 39, zurück. Allerdings erst, wenn das Bad wieder geöffnet hat.

Geschlossen hat auch noch bis einschließlich Sonntag, 8. März, das Grenzland-Ring-Bad in Wegberg allerdings nicht nur aus Coronaschutz-Gründen, sondern auch aus organisatorischen.

Über ihre bestandene Prüfungen können sich die Elektriker, Sanitärtechniker und Metallbauer und ihre weiblichen und diversen Kolleginnen des Kreises Heinsberg zwar jetzt freuen, aber auf ihre offiziellen Lossprechungsfeiern müssen sie noch warten. Die Lossprechungsfeiern am 6. März (Elektro), am 12. März (Sanitär) und am 20. März (Metallbauer) sagte die Kreishandwerkerschaft am Dienstag ab.

Der Heimatverein der Erkelenzer Lande kann zurzeit seine Geschäftsstelle, die sich in der Erkelenzer Stadtbücherei befindet, selbst nicht erreichen. Deshalb bleibt sie bis zum 9. März geschlossen. Auch die Ausstellungsfahrt am 7. März nach Düsseldorf des Erkelenzer Heimatvereins kann nicht stattfinden, teilt Geschäftsführer Theo Görtz mit: „Der eingezahlte Betrag wird erstattet, kann aber auch zur Finanzierung der 100-Jahrfeier gespendet werden.“

Die Stadtbücherei in Erkelenz teilt derweil mit, dass die für diese Woche geplanten Veranstaltungen „Bücherküken“ und „Lesehunde“ ausfallen. Es soll aber Ersatztermine geben.

Wegen des Schutzes vor einer Ansteckung fallen die Weltgebetstag-Gottesdienste in vielen Gemeinden aus, so auch Heinsberg (St. Gangolf und Porselen), Wegberg (St. Peter und Paul), Randerath (Porselen), Gangelt-Selfkant-Waldfeucht, Hückelhoven (St. Stephanus Kleingladbach). In Wegberg entfällt auch das Friedensgebet am 4. März, und das Gemeindebüro ist bis mindestens kommende Woche für den Publikumsverkehr geschlossen. In Erkelenz findet der Gottesdienst am 6. März statt, aber das Nachtreffen fällt aus.

Johannes de Kleinen vom Kirchenkreis Jülich hat eine Bitte: „Bevor Sie in diesen Tagen in Ihrer Kirchengemeinde eine Gruppe, einen Gottesdienst oder eine Veranstaltung besuchen wollen, fragen Sie im Gemeindebüro nach, ob es eine Absage gibt!“