Radschnellweg nach Roermond kommt in Fahrt

Erfreut über Förderung : Radschnellweg nach Roermond kommt in Fahrt

Das sei eine „Supernachricht“, freut sich der Wegberger Bürgermeister Michael Stock über die Zusage der Euregio Rhein-Maas-Nord, eine Konzeptstudie zum „Fahrradschnellweg Mönchengladbach-Wegberg-Roermond“ mit europäischen Mitteln zu fördern.

Im Juni 2018 hatte die Wegberger Verwaltung die dauerhafte Einstellung des Betriebs der Schienenstrecke zwischen Wegberg-Dalheim und der niederländischen Grenze (Teilstück der Trasse des „Eisernen Rheins“, seit 1992 nicht mehr genutzt) zum Anlass genommen, mit den Wegberger Kommunalpolitikern darüber nachzudenken, die Trasse „einer touristischen Nutzung“ zuzuführen und „mittel- bis langfristig einen Radschnellweg von Dalheim nach Roermond zu projektieren“.

Die Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Wohnen, Umwelt und Vergabe gaben grünes Licht, den Plan weiter zu verfolgen, Gespräche mit den Nachbarkommunen zu führen und Fördermittel zu generieren. Unter der Federführung von Wegberg stellten vier Kommunen einen Förderantrag an die Euregio Rhein-Maas-Nord, um eine Konzeptstudie zum Fahrradschnellweg erstellen zu können: Mönchengladbach, Wegberg, Roerdalen und Roermond. Dieser Antrag wurde nun durch den Interreg-Ausschuss der Euregio Rhein-Maas-Nord positiv beschieden.

50 Prozent der Kosten, maximal 25.000 Euro, werden gefördert. Die restlichen Kosten werden sich die vier Kommunen teilen. Das seien geschätzt ebenfalls 25.000 Euro, sagt der Technische Beigeordnete der Stadt Wegberg, Frank Thies, der den Antrag erstellt, begleitet und vorgetragen hat.

Die Studie soll Machbarkeit, Realisationsmöglichkeiten und Streckenführung ausloten. Und sei darüber hinaus Voraussetzung für weitere Fördermittel zur Realisierung des Projektes.

Der Fördermittelgeber, der Zweckverband Euregio Rhein-Maas-Nord, ist eine von fünf Euregios entlang der deutsch-niederländischen Grenze. 30 Mitglieder – deutsche und niederländische Kommunen und Handelskammern – arbeiten eng in Fachgremien zusammen und gestalten das euregionale Geschehen im Interesse der Bürger mit. Bereits seit 1978 setzt sich die Euregio dafür ein, die Kontakte zwischen den beiden Ländern in der Region zu stärken.

Die „Türe in die Niederlande aufmachen“ zu können, davon hatte Bürgermeister Michael Stock bei der ersten Vorstellung des Planes Mitte 2018 gesprochen. Wegberg besitzt eine der längsten Grenzen zwischen einer deutschen Kommune und den Niederlanden, es gibt aber – von ein paar Wanderwegen abgesehen – keinerlei Verkehrsanbindung. Das könnte sich mit dem Radschnellweg ändern und ein euregionales touristisches Angebot käme hinzu.

Die Strukturierung des Projekts, der Kooperationsvertrag der beteiligten Städte und die konkrete Zeitschiene würden noch zeitnah abgestimmt, teilte die Wegberger Verwaltung den Mitgliedern im zuständigen Fachausschuss mit.

(mb)
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