Qualität und Ambiente des Schlemmermarkts überzeugen

Schlemmermarkt : Qualität und Ambiente überzeugen

Mit einem überaus positiven Fazit von Veranstalter, Teilnehmern und Gästen ist der 27. Schlemmermarkt Rhein-Maas in Wassenberg zu Ende gegangen.

Vier Tage lang haben auf und vor dem Roßtorplatz 23 Gastronomiebetriebe die Gaumen der Besucher verwöhnt, mit feinen frisch zubereiteten Speisen, mit Wein oder selbst vor Ort gebrautem Bier, mit Pralinen, Feinkost wie Ölen oder Gewürzen, mit Espresso, dem perfekten „Absacker“ oder der Zigarre nach dem guten Essen. Zuschauen konnten die Gäste dabei nicht nur den Köchen in ihren offenen Zelten, sondern auch dem Barmixer oder der kubanischen Zigarrenrollerin, die am Samstag die Gäste um sich scharte. Passend dazu gab´s Livemusik mit dem Quartett „The Speedos“. Zu deren Klängen ließ sich am Samstagabend sogar Bürgermeister Manfred Winkens zu einem Tänzchen hinreißen.

„Mega!“ sprach Sternekoch Alexander Wulf sein Resümee in nur einem Wort aus und strahlte aus seinem Zelt über den voll besetzten Roßtorplatz, während er mit Pfanne, Kochtopf und Pürierstab herumwirbelte und dabei zugleich per Telefon noch neue Schnittlauch-Röllchen orderte. Auch den Seeteufel habe er für den Sonntag noch nachbestellen müssen, erklärte er. Kein Wunder, hatte dieser doch als Leibgericht vom 2007er-Schlemmerenten-Preisträger Reiner Calmund schon Berühmtheit erlangt. Dieses Jahr hatte Calmund den Markt am Donnerstag besucht und die Laudatio auf den neuen Preisträger Christoph Metzelder gehalten.

Mit einem Gurken-Kartoffel-Salat, zubereitet von Sternekoch Rainer Hensen, hatte Calmund den Seeteufel in Wassenberg lieben gelernt. Klar, dass da auch die Kreation von Wulf gefragt war, so gut eben, dass der Vorrat gar nicht reichen sollte. Nicht viel anders erging es vielen Kollegen, etwa Markus Reichardt vom Geilenkirchener Party-Service Schneebesen. Die gebratenen Pellkartoffeln mit Pfifferlingen waren bei ihm der Renner. „Beides Produkte aus der Region und vegetarisch“, erklärte er den Grund des Erfolges für seine Kreation. „Ich habe auch eine Frühschicht eingelegt“, zeigte Marc Ohlenforst aus Effeld auf sein Limettenrisotto als Basis für die Garnelen obendrauf.

Stolz hatte schließlich auch Jörg Savio wieder seinen Platz am Fuße des Roßtores eingenommen. Dabei ist er doch inzwischen mit dem Burgrestaurant nur wenige Meter weiter vor Ort dauerhaft präsent. Mit „Tradition und Leidenschaft“ umschrieb er die Selbstverständlichkeit, sein Team für vier Tage zu teilen, seine Kreationen auf der Burg oben und beim Schlemmermarkt unten zu präsentieren. Begeistert von ihrem ersten „Auftritt“ waren schließlich auch die Inhaber vom Restaurant La Diligence aus Herkenbosch. „Hoffentlich dürfen wir nächstes Jahr wiederkommen!“, strahlte Nanni Wolters.

Der Donnerstag sei dieses Mal sehr viel besser besucht worden als in anderen Jahren, betonten die Köche unisono. Das machte den Regen am Freitag dann schnell vergessen. Der starke Wind hatte sich am Samstag nach der Eröffnung bald gelegt und beste Wetterverhältnisse mit strahlendem Sonnenschein bescherten dem Markt ein grandioses Finale. Eine regelrechte Autoschlange mit Kennzeichen von Monschau in der Eifel bis nach Bochum oder Dortmund drängelte sich durch die Innenstadt. „Das ist doch ein euregionales Ereignis“, betonte Aachens ehemaliger Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden, der den Markt am Samstag gemeinsam mit Landrat Stephan Pusch besuchte. „Ich finde es beachtlich, dass die Köche hier die gleiche Qualität bieten wie in ihren Restaurants“, würdigte Jojo Mulder aus Amsterdam das frisch zubereitete Essen.

Was vom diesjährigen Markt bleibt, ist ein Brot, das Bäcker Peter Esser vom Roßtorplatz und Kräuterhändler Johannes Burgard am Stand gleich nebenan am Freitagabend spontan kreiert hatten, von dem die Besucher am Samstag schon probieren konnten und das jetzt in der Bäckerei ins Sortiment gehen soll. Hinzu kommt natürlich das Versprechen der Stadt, dass es den Markt auch in der 28. Auflage geben wird, geplant wieder für das zweite Augustwochenende, also vom 6. bis 9. August 2020.

Gemeinsam mit seinem Team in der Verwaltung will der Bürgermeister nach der Schaffung einer neuen Infrastruktur jetzt noch weiter am einheitlichen Marktauftritt arbeiten. So verriet er zum Ende des Marktes, dass es im kommenden Jahr neben der bereits realisierten einheitlichen Bestuhlung nun auch neue, dazu passende und fest im Boden verankerte große Schirme für den gesamten Markt geben soll.

Neben dem Schlemmermarkt zog am Samstag auch das Limburg-Festival mit seiner Kombination aus Straßentheater und Radtour zahlreiche Radfahrer nach Wassenberg. Hier gab es zwei Startpunkte für die insgesamt 35 Kilometer lange Route, in Ophoven und in Effeld. Allein in Ophoven meldeten sich zum Start am Vormittag knapp 440 Teilnehmer, die viel Spaß hatten an der Comedy von „Les Goulus“ aus Frankreich. Weitere 90 Radler starteten in Effeld. Vier Start- und Haltepunkte gab es in der niederländischen Gemeinde Roerdalen.