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Barrierefreiheit: Protestaktionen für die Gleichstellung in Erkelenz

Barrierefreiheit : Protestaktionen für die Gleichstellung in Erkelenz

Wo sind unüberwindbare Barrieren, wo hat sich einiges getan? Der Lokale Teilhabekreis hat in Erkelenz genau geprüft.

Auch der Lokale Teilhabe-Kreis Erkelenz macht sich für eine inklusive Gesellschaft und Barrierefreiheit stark. Zum 30. Mal finden in diesen Tagen bundesweit Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. „In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich beim Thema Inklusion zwar schon viel getan, aber in vielen Teilbereichen gibt es nach wie vor großen Handlungsbedarf. Die vielfach noch fehlende Barrierefreiheit, die in diesem Jahr im Fokus des Protesttages steht, gehört dazu“, heißt es aus dem Teilhabekreis. Mit dem Motto „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel“ soll sie in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

Jede Barriere verhindert die gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Mobilität von Menschen mit Behinderung. Um für das Thema Barrieren zu sensibilisieren, hatte der Lokale Teilhabe-Kreis (LTK) Erkelenz Ende April in Erkelenz eine Begehung der Innenstadt durchgeführt. Begleitet wurde die Begehung von einer Fotografin, die die Ergebnisse dokumentiert hat. Vor Ort machte sich der Lokale Teilhabe-Kreis für Menschen mit und ohne Behinderung für eine inklusive Gesellschaft ohne Barrieren stark. Mit Hilfe der Tasche für Barrieren-Checker der Aktion Mensch, die ein Absperrband, Kreideset und Warnaufkleber mit „Achtung Barriere“ beinhaltet, wurde visuell auf Barrieren aufmerksam gemacht. „Mit unserer diesjährigen Aktion wollten wir zeigen, dass sich die Teilnehmer des LTK Erkelenz schon seit zehn Jahren dafür einsetzen, Barrieren sichtbar zu machen“, so Denise Lison von der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung (KoKoBe) im Kreis Heinsberg.

Judith Preis von der Gemeindesozialarbeit des Caritasverbandes für die Region Heinsberg betont: „Wir feiern unser zehnjähriges Bestehen des LTK Erkelenz, indem wir sowohl auf die positiven Veränderungen als auch auf weiterhin bestehenden Barrieren vor Ort aufmerksam machen. So können wir die breite Öffentlichkeit für dieses wichtige Thema sensibilisieren und uns für eine barrierefreie und inklusive Zukunft in Erkelenz einsetzen.“

Positiv bewerteten die Teilnehmer der Barriere-Checker-Tour die Barrierefreiheit der Kreissparkasse. Daumen runter und ein Absperrband gab es für die Aufzüge am Bahnhof, die nicht funktionieren. Dabei haben nicht nur Rollstuhlfahrer, Nutzer von Rollatoren und Blindentaststöcken mitgetestet, denn ergänzt wurde der Barriere-Check für Eltern mit Kinderwagen und Buggy. „Denn Barrierefreiheit nutzt allen“, so die Initiatoren.

(red)