Erkelenz: Probleme bei der U-3-Betreuung in der Stadtmitte

Erkelenz: Probleme bei der U-3-Betreuung in der Stadtmitte

Ab 1. August besteht ein Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Vom Land ist eine Quote von 32 Prozent Abdeckung gefordert. In Erkelenz wird dieser Wert überschritten. Dies jedenfalls ist das, was Vertreter des Jugendamtes in der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses mitteilten.

„Wir können dem Wunsch nach Betreuung in allen Fällen nachkommen“, erklärte der erste Beigeordnete Dr. Hans Heiner Gotzen. Allerdings, so fügte er hinzu, könne die Betreuung nicht immer in der von den Eltern ausgesuchten Wunscheinrichtung zugesagt werden.

Derzeit sei man noch nicht „bis zum letzten Platz ausgebucht“. In der Vergangenheit waren im vorhandenen Bestand an Tageseinrichtungen weitreichende Umbaumaßnahmen durchgeführt worden, um dem Betreuungsbedarf gerecht zu werden.

Darüber hinaus mussten bestehende Regelgruppen in Gruppen für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren umgewandelt werden.

Dies habe dazu geführt, dass in den betreffenden Gruppen je nach Gruppenform pro Gruppe zwischen vier und elf Plätze für Kinder über drei Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen. Nach Abschluss der teilweise noch laufenden Umwidmungsphase wird sich die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder ab drei Jahren um 153 verringert haben.

Somit werden laut Kindergartenbedarfsplan ab August 2014 im gesamten Stadtgebiet 989 Plätze für 1156 Kinder über drei Jahren zur Verfügung stehen, was einen Fehlbedarf von 167 Plätzen bedeutet. In der Regel wird in dieser Altersgruppe das Betreuungsangebot zu hundert Prozent wahrgenommen.

Allerdings habe die Stadt die Möglichkeit, durch Bereitstellung von Betreuungsplätzen in der Tagespflege sowie in der Großtagespflege die Möglichkeit, das Betreuungsangebot zu erweitern.

Bemerkbar macht sich der Fehlbedarf vor allem in der Innenstadt, wo für 561 Kinder nur 450 Plätze zur Verfügung stehen. Daher werden zum August dieses Jahres die Tageseinrichtung im Oerather Mühlenfeld um zwei Gruppen und im Bauxhof um eine Gruppe erweitert.

Darüber hinaus wird stadtweit und zudem trägerübergreifend die Belegungsquote von 100 auf 110 Prozent erhöht, wodurch die Zahl der Betreuungsplätze im Stadtgebiet noch einmal um 103 erhöht wird.