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Masseure, Youtuber und Sparfüchse: Premiere des Theaterstücks „Grand Malheur in Faltenburg“

Masseure, Youtuber und Sparfüchse : Premiere des Theaterstücks „Grand Malheur in Faltenburg“

Wer kennt ihn nicht, den erholsamen Luftkurort Bad Baal im Hückelhovener Land. Und mittendrin das Kur- und Wellnesshotel Falkenburg.

Nanu, denken sich da wohl nicht nur Wellness-Fans. Baal als Kurort? Das gibt es ja nicht. Keine Sorge, kann man da nur beruhigend mitteilen.Weder wurden in dem kleinen Ort plötzlich heilenden Wasser oder erholsame Meeresluft entdeckt. „Bad Baal“ war lediglich die herrlich-fiktive Kulisse vom neuen Theaterstück der Baaler Bürger Bühne mit dem Titel „Grand Malheur in der Faltenburg“.

Kuriose Hotelgäste

In dem Wellnesshotel tummelten sich so einige kuriose Gäste, die alle von der guten Seele des Hauses, Fitnesstrainerin Jessica, so richtig auf Trab gebracht wurden. Brigit Ballon, Stammgast des Hotels, und wenn man so will „Grand-Dame“, hat gleich ihre Tochter Janice-Chantal mitgebracht. Die Teenagerin war eine erfolgreiche Youtuberin und hatte gleich drei Fans im Schlepptau. Beim ersten fast schon obligatorischen Gekreische der jungen Darstellerinnen war auch das Trommelfell der hintersten Reihe im Publikum bis aufs Äußerste gereizt. Ganz nebenbei herrschte bei der Premiere natürlich volles Haus im Bürgerhaus.

Der nächste Stammgast, der im Hotel eintraf, war Eva Hausmann. Auch sie hatte jemanden mitgebracht, nämlich ihre Freundin Klara Müller, gespielt von Gerlinde Mistler. In herrlich-amüsanten Dialogen erklärte Eva Hausmann ihrer Freundin erst einmal das richtige Leben. Für Klara Müller war alles noch gut genug, egal, ob der Badeanzug aus der Altkleidersammlung oder das verstaubte Kleidchen aus dem Schrank. Und am besten darf alles natürlich auch nichts kosten. Doch bei Jean-Pierre, dem Friseur des Hauses, wurde auch sie schwach. Er selbst hatte allerdings ein Auge auf Henry geworfen, den knackig-gutaussehenden Masseur.

Gespickt mit weiteren kuriosen Figuren und witzigen Szenen begeisterte die Baaler Bürgerbühne an allen drei Abenden am vergangenen Wochenende ihr Publikum. Für Matthias Onkelbach von der Bürgerbühne, der an diesem Abend gleich in Doppelbesetzung ranmusste, ist die Resonanz immer wieder eine tolle Bestätigung der mühevollen Arbeit. „Seit März proben wir mindestens einmal, oft auch zweimal die Woche“, erklärte er. Seit 2012 ist er jedes Jahr dabei. „Und mit dieser kleinen, aber eingeschworenen Truppe mache ich sicher noch viele Jahre weiter“, fügte er hinzu.