Selfkant: Pilger ziehen durch den Selfkant

Selfkant : Pilger ziehen durch den Selfkant

Rund 70 Teilnehmer waren beim 40. Bittgang durch die Selfkant-Pfarreien dabei, sie wanderten betend und singend durch das Gemeindegebiet. Bei niedrigen Temperaturen war es schon eine Herausforderung, die gesamte Tagestour von rund 30 Kilometer zu absolvieren. Da waren die Teilnehmer froh, als sie in den Kirchen zu den Kurz-Andachten Platz nehmen konnten.

Der Startschuss erfolgte im Bergdorf Hillensberg an der Pfarrkirche St. Michael. Diese liegt bekanntlich schön im Berghang. Die Pfarrkirche Wehr war dann die nächste Station, in jeder Pfarrkirche fand eine der Kurz-Andachten statt. Tüddern war das nächste Ziel, dort gab es eine Frühstückspause. Über Millen und Isenbruch ging es nach Schalbruch, dort wurden warme Suppen im Kindergartenkeller angeboten.

Über Havert und Saeffelen zogen die Teilnehmer weiter nach Höngen, wo es im Kulturhaus eine Kaffeepause gab. Über Süsterseel gingen die gestärkten Teilnehmer dann wieder zurück nach Hillensberg. Hier fand gegen 18 Uhr eine heilige Messfeier zum Abschluss des Jubiläumsbittganges statt.

Im Jahre 1979 begrüßte der damalige Pfarrer Klaus Buyel die Idee eines Pfarrangehörigen, an einem Tag im Jahr mit Gebet und Gesang von einer Kirche zu anderen durch den Selfkant zu pilgern. Am Sonntag, 28. Oktober 1979, wurde erstmals betend und singend durch die gesamte Selfkantgemeinde gewandert. Die Organisatoren waren damals überrascht über die große Beteiligung von rund 100 Pilgern, in Folgejahren etablierte sich der Selfkantbittgang. Zu Hochzeiten zählte man 250 Pilger und mehr beim Bittgang.

Im Jahr 1983 wurde in Absprache mit dem damaligen Pfarrer von Tüddern, Dechant Schnitzler, ein neues Vortragekreuz fertiggestellt. Es wurde das „Selfkantkreuz“ genannt, durch den Höngener Bildhauer Willi Jansen gefertigt und am damaligen Start- und Zielort in der St. Severinuskirche in Wehr gesegnet. Dieses Selfkantkreuz wird beim Bittgang über die ganze Strecke mitgetragen und verbleibt nun vorübergehend in Hillensberg.

Die Organisatoren des Bittganges danken zahleichen ehrenamtlichen Helfern. So sind unter anderem Begleitfahrzeuge stetig mit dabei, die freiwillige Feuerwehr begleitet ebenfalls den Bittgang und sorgt für die ungehinderte Wanderung.

(agsb)