Pfarrer Klaus Buyel mit Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Wegberg-Wildenrath : Verdienstkreuz für Pfarrer Buyel: Ovationen der Menschen für „ihren Klaus“

„Es ist mir eine besondere Ehre, das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement von Pfarrer Klaus Buyel zu würdigen.“ Mit diesen Worten begrüßte Wegbergs Bürgermeister Bernd Stock, der zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den katholischen Geistlichen ins Wildenrather Pfarrheim geladen hatte, Klaus Buyel und dessen Familie.

Gleichzeitig begrüßte Stock neben Landrat Stephan Pusch auch seinen Erkelenzer Amtskollegen Peter Jansen und eine große Anzahl geladener Gäste.

„Wen auch immer man auf Klaus Buyel anspricht, derjenige lobt dessen unermüdlichen Einsatz besonders für Menschen in schwierigen Situationen und für junge Menschen, die ihm besonders ans Herz gewachsen sind. Egal welcher Konfession jemand angehört, für ihn zählt nur der Mensch“, so Wegbergs Erster Bürger. „Die Liste aller ihrer Aktivitäten in unserer Stadt würde einen ganzen Abend füllen. Daher möchte ich mich lediglich auf ihr Engagement für unsere Feuerwehr konzentrieren“, führte Stock aus.

Im Jahre 1989 als aktives Mitglied der Löschgruppe Arsbeck beigetreten, war Buyel bis zu seinem 60. Lebensjahr und der damit verbundenen Überstellung in die Ehrenabteilung als Oberfeuerwehrmann und Feuerwehrseelsorger für die Städte Wegberg und Wassenberg zuständig. Aus Verbundenheit zur Feuerwehr nahm Klaus Buyel die hohe Auszeichnung auch in Feuerwehr-Uniform entgegen. Bürgermeister Stock fügte weiterhin an, dass bei dem Jubilar die Grenzen zwischen Beruf und ehrenamtlichem Engagement immer fließend waren. „Dabei sind sie immer Mensch geblieben, waren stets bescheiden und nie auf Ehrungen bedacht. Sie haben unseren Dank verdient und sind ein Vorbild für uns alle“, so Bürgermeister Michael Stock.

Auch Landrat Stephan Pusch stellte die zahlreichen Verdienste Buyels in den Mittelpunkt: „Klaus Buyel hat durch sein jahrzehntelanges Engagement im sozialen Bereich, vor allem in Ostafrika, Verdienste erworben.“ Als junger Missionar habe Buyel Anfang der 1980er Jahre bei seinem sechsjährigen Aufenthalt in Burundi, Ostafrika gelernt, die afrikanische Bevölkerung sowie das Land kennenzulernen und zu lieben. In einem der ärmsten Länder der Welt habe er damals an einem Internat mit rund 400 Schülerinnen und Schülern als Lehrer die Fächer Religion und Wirtschaft unterrichtet. „Darüber hinaus war er als Seelsorger verantwortlich für die Jugendorganisationen der Schule sowie den angeschlossenen landwirtschaftlichen Betrieb. Er baute einen Schulbauernhof auf, durch dessen Erträge die Selbstfinanzierung sowie die Selbstversorgung der Schule erreicht wurde“, so Landrat Pusch.

Völlig überfüllte Kirche

Zudem wies Pusch weiterhin auf Buyels jahrzehntelanges großes Engagement im Jugendbereich hin. „Die Wertschätzung, die er als Geistlicher seit vielen Jahren erfährt, ist für sich gesehen natürlich schon eine große Auszeichnung, aber auch der Staat und die Gesellschaft sollten einem besonderen Menschen auf besondere Weise Dank sagen. So ist die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande für Klaus Buyel eigentlich nur zwangsläufig.“

Nach der Feierstunde bat Klaus Buyel zu einem Gottesdienst in die völlig überfüllte Wildenrather Pfarrkirche. Mit Ovationen verabschiedeten die Kirchenbesucher nach dem festlichen Gottesdienst „ihren Klaus“, der zum Abschluss der Feierlichkeiten zu einem Umtrunk geladen hatte.

Inmitten einer unüberschaubaren Gästeschar nahm ein glänzend aufgelegter Klaus Buyel die Glückwünsche der Gläubigen, Freunde und Vereinsvertreter entgegen.