Erkelenz: Pfadfinder erleben Sommerlager an der Steinbachtalsperre Euskirchen

Erkelenz : Pfadfinder erleben Sommerlager an der Steinbachtalsperre Euskirchen

Ihr erstes Sommerlager erlebten nun 45 Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Erkelenzer Pfadfinderstammes auf dem Lagergelände an der Steinbachtalsperre bei Euskirchen. Beim Eintreffen auf dem Zeltplatz überraschte sie eine Einladung „Pipi Langstrumpfs“, in ihrer „Villa Kunterbunt“ ein Empfangsfest für ihren Vater Efraim vorzubereiten und zu gestalten.

Die Zelte aufgeschlagen

Als erstes erfrischten sich die Jungen und Mädchen jedoch im nahe gelegenen Schwimmbad an der Talsperre und tobten im kühlen Nass der Talsperre. Nachdem die Zelte und das Lager aufgebaut und eingerichtet waren, widmeten sie sich mit Feuereifer der Festvorbereitung. Täglich trafen sie sich in ihren Gruppen und übten Pyramiden zu bauen, jonglieren, musizieren, zaubern, das Feuerschlucken und andere Kunststücke. Dabei entwickelten die Pfadfinder einen gesunden Ehrgeiz, um das Empfangsfest auch gelingen zu lassen. Pipi Langstrumpf begleitete sie dabei und gab ihnen wertvolle Tipps, verführte sie auch manchmal zu lustigen Spielchen.

Natürlich kam das Lagerleben nicht zu kurz: gemeinsames spielen und basteln, das Trainieren von Lagertechniken, die Kontaktpflege mit den Nachbargruppen aus Geldern und Ahaus. Die gemeinsame Nachtwanderung führte durch den Wald zur Steinbachtalsperre an Fledermäusen und Biberratten vorbei über von Grablichtern erleuchtete Pfade. Am Ziel verbreitete eine Gruppe schaurig vermummter Gestalten Furcht und Schrecken. Erleichtert waren die Nachtwanderer, als sich diese dunklen Gestalten als ihre Leiter zu erkennen gaben.

Faulenzertag

Bei dem sehr heißen Sommerwetter erfrischten sich die Jugendlichen zwischendurch immer wieder einmal im Schwimmbad. Der Mittwoch wurde zum Faulenzertag erklärt. „Was kann schöner sein, als lange ausschlafen zu dürfen, das Frühstück an den Schlafsack zu bekommen und tun zu können, worauf man gerade Lust hat, in den Tag hinein zu leben?“, so die Pfadfinder. Das Küchenteam ermöglichte dies und versorgte die Gruppe an all den Tagen mit frisch gekochten Produkten, zum Beispiel mit schwedischen Köttbular mit Bratensoße und Püree. „Alle genossen das Schlafen unter freiem Himmel, die Gespräche, das Musizieren und Geschichtenerzählen sowie das Schweigen am nächtlichen Lagerfeuer“, so die Pfadfinder.

Dabei merkten die Mädchen und Jungen, dass man die Tage auch ohne Handy, Laptop und PC erlebnisreich ohne Hektik entschleunigt gestalten kann, hieß es weiter. Viel zu schnell war es Freitag. Efraim, Pipis Vater, traf endlich ein, und das mit großer Spannung und Eifer vorbereitete Empfangsfest startete. Um den mit Luftballons geschmückten Fahnenmast präsentierten die einzelnen Gruppen gekonnt ihr einstudiertes Programm. Tricks, Showeinlagen und Kunststücke wurden umjubelt und bewundert.

Leiterversprechen abgelegt

Mit leckeren S‘mores (im Feuer gebratene Marshmallows mit Schokolade in zwei Butterkeksen) klang der Abend aus. Pfadfinder, Rover und die Leiter erlebten zum Abschluss einen besonderen Höhepunkt. Im feierlichen Rahmen legten eine Roverin und der erste eigene Jungleiter des Stammes ihr Leiterversprechen ab. „An diesem herrlichen Sommerabend ein einzigartiges emotionales Erlebnis“, hieß es von den Pfadfindern.

Nach dem Abbau, Aufräumen des Lagers und einer Reflexionsrunde erhielten alle Teilnehmer das Erinnerungsabzeichen und verabschiedeten sich mit dem Lied „Nehmt Abschied Brüder…“.

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