Umstrittenes Baugebiet in Porselen:: Opposition erneuert Kritik

Umstrittenes Baugebiet in Porselen: : Opposition erneuert Kritik

Das umstrittene Neubaugebiet in Porselen Am Diebsweg wird auf Betreiben der CDU wohl realisiert werden. Formal hat die Politik im Planungs-, Umwelt und Verkehrsausschuss über Stellungnahmen, die sich nach der Offenlage des Flächennutzungsplanes und Bebauungsplanes ergaben, beraten. Mehrheitlich sprach sich der Ausschuss weiterhin für das Baugebiet zwischen Sootstraße und Bahntrasse aus.

Manfred Fell (CDU) sagte auch im Namen von Fraktionschef Norbert Krichel: „Wir sind überzeugt, dass das Baugebiet ein voller Erfolg wird.“ Das sieht die SPD völlig anders: „Aus unserer Sicht ist dieses Baugebiet nicht förderlich für den Ort, und es ist auch kein interessantes Baugebiet“, sagte Jochen Lintzen. Er führte aus, dass die Baulandpreise höher als anderswo im Stadtgebiet seien. Zudem gebe es Am Diebsweg mehr Auflagen für Bauherren als anderenorts.

„Wir gehen davon aus, dass dieses Bauland nicht attraktiv ist. Da kommen auf die Bauherren höhere Kosten zu als in anderen Baugebieten“, sagte Lintzen. Insofern teilt er die Einschätzung der CDU nicht: „Wenn Herr Krichel überzeugt ist, dass es ein Erfolg wird, dann muss er sich auch daran messen lassen, wenn er bei der Kommunalwahl mal nach Höherem strebt“, sagte Lintzen.

Zuletzt war das geplante Baugebiet aus der Opposition im Rat kritisiert worden, weil die Stadt erst dann alle ihre Kosten wieder reinbekommt, wenn auch das letzte der 42 Baugrundstücke verkauft ist. Die SPD hatte das Projekt als „wirtschaftlich unseriös“ bezeichnet.

In der Ausschusssitzung erneuerte auch Walter Leo Schreinemacher, Freie Wähler, seine Kritik: „Wir hätten uns gewünscht, dass das Baugebiet zwei- oder dreigeteilt wird. Es ist zu groß für Porselen.“

Ausschussvorsitzender Alexander Schmitz (CDU) sagte indes, dass das Amt für Bodendenkmalpflege mitgeteilt habe, dass im Bereich des Baugebietes in den 30er Jahren ein Töpferofen gefunden worden sei. Deshalb müsse das Amt untersuchen, ob es dort weitere solche Fundstücke gibt.

(ger)