Open Stage: Junge Talente auf der Bühne im Wegberger Gymnasium

Open Stage am Wegberger Gymnasium : Viel Beifall für junge Talente

Alexander Hergert hatte einen strategisch günstigen Platz an der Ecke gewählt. Nur wenige Schritte nach links, um das Geschehen auf der Bühne beobachten zu können.

Wenige Schritte nach rechts, um den jungen Akteuren noch einmal aufmunternd auf die Schulter zu klopfen, sie nach dem Auftritt mit einem anerkennenden „Prima gemacht“ zu loben oder um mit ihnen auf die Bühne zu eilen, um die Klavierbegleitung zu übernehmen. Alexander Herget ist Musiklehrer am Maximilian-Kolbe-Gymnasium (MKG) in Wegberg und betreute die inzwischen siebte Ausgabe der „Open Stage“ im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums.

Offen war die Bühne für alle jungen Talente am MKG, es wird nicht gecastet und nicht ausgeschlossen. Jeder hatte die Möglichkeit, das Publikum von seinem Können zu überzeugen. Vielfalt war ausdrücklich erwünscht: ob Popsong, Rap, Tanz oder Instrumentalstück, einstudiert oder improvisiert, alle waren willkommen.

So kamen sie auf die Bühne, die Mutigen, die sich einem großen Publikum stellten, denn der Saal war nahezu vollbesetzt. 14 Acts bewiesen eindrucksvoll den „Talentreichtum“ am MKG: leichtfüßige Showakrobatik von vier 13-jährigen Schülerinnen, ausgefeilte Choreographie eines 14-jährigen Tänzers, gefühlvolle Ballade eines 16-jährigen Duos, Erinnerungen an 2002 von einem Trio, das 2002 noch nicht geboren war. Und die, die sich ganz alleine vors Mikrofon stellten, um das Pädagogische Zentrum mit ihrem Gesang und Bühnenpräsenz zu füllen.

Hin und wieder ging ein überraschtes Raunen durch den Saal, etwa bei der leicht kratzigen, rauen Stimme von Ximena Linnertz Cepeda, ein anerkennendes Gemurmel bei der kraftvollen Stimme von Anna Mengen, bewunderndes Getuschel bei der verführerischen Stimme von Charlotte Jobski. Das Publikum war hingerissen und geizte nicht mit Applaus. Locker, charmant und erfrischend natürlich führten Schülersprecher Nick Czorniczek und sein Vertreter Florian Wagner durch das Programm. Sie plauderten kleine Geheimnisse aus, glänzten mit Zusatzinfos zu Songs und Originalperformern und vergaßen nicht, sich bei den Technikern, die ganze Arbeit leisteten, zu bedanken.

Alexander Hergert stand immer noch an seinem strategisch günstigen Platz, aber die Anspannung war inzwischen aus dem Gesicht gewichen. Zufriedenheit machte sich breit an der Ecke der Bühne. Reibungsloser Ablauf, großartige junge Talente, begeistertes Publikum – Zeit zu strahlen.

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