Ölgemälde erinnert an den Herren von Haus Hohenbusch

Tolles Geschenk : Ölgemälde erinnert an den Herren von Haus Hohenbusch

Dr. Bernhard Müller-Wittig, Urururenkel des früheren Eigentümers von Haus Hohenbusch, Clemens Gottfried Matzerath, machte der Stadt Wegberg jetzt ein ganz besonderes Geschenk. In Form eines Ölgemäldes ist sein Ahnherr zurückgekehrt auf seinen ehemaligen Landsitz.

Dass Hohenbusch heute so aussieht, wie es aussieht, verdankt es unter anderem dem Förderverein, der sich vor 18 Jahren der verfallenden Anlage vor den Toren der Stadt angenommen hat. Den Grundstein legte jedoch Clemens Gottfried Matzerath. Er war Notar und Bürgermeister von Linnich sowie Friedensrichter in Aldenhoven.

Im 19. Jahrhundert war Matzerath Teil der hiesigen Elite und als solcher hatte er recht elitäre Vorstellungen davon, wie er wohnen wollte. 1857 erwarb er Hohenbusch und nahm die Umgestaltung zu dem Gutshof vor, der es über hundert Jahre bleiben sollte. Den repräsentativen Landsitz bewohnte er jedoch nur zur Jagdsaison. Dies änderte sich, als sein Sohn Otto 1872 auf Hohenbusch einzog und dort bis 1914 wohnen blieb. Nun ist Clemens Gottfried Matzerath nach Hohenbusch zurückgekehrt, zumindest in Form eines Ölgemäldes, das ein Nachfahre Matzeraths dem Förderverein geschenkt hat.

Dr. Bernhard Müller-Wittig ist der Urururenkel Matzeraths und lebt in Heidelberg. Im März war er anlässlich der Eröffnung der Dauerausstellung im Herrenhaus auf Hohenbusch und zeigte sich erfreut darüber, was aus dem alten Gutshof geworden ist, berichtete Frank Körfer. Umso erfreuter war der Vorsitzende des Fördervereins, als Müller-Wittig ihm das Ölbild mit dem Porträt seines Vorfahren überließ.

Das Bild war in keinem vorzeigbaren Zustand, weshalb Körfer sich mit dem Landschaftsverband beriet. Dieser empfahl eine Aufarbeitung bei der Aachener Restauratorin Eva Malangré. Die Kosten für die Restaurierung des Bildes und einen passenden Rahmen beliefen sich auf rund 2000 Euro. Hier sprang der Heimatverein der Erkelenzer Lande ein und leistete seinen Beitrag zur Finanzierung der nötigen Arbeiten.

Nun hat das Bild seinen Dauerplatz im Kaminzimmer des Herrenhauses gefunden. Das Bild bezeichnete Körfer als einen weiteren Beitrag, um Hohenbusch auch für die Öffentlichkeit interessant zu machen, indem es das Kaminzimmer optisch aufwertet. Körfers Dank galt aber vor allem dem Heimatverein, der beim Aufhängen des Bildes durch seinen Vorsitzenden Günther Merkens und den Geschäftsführer Theo Görtz vertreten war. Offiziell gehört das Bild der Stadt Erkelenz. Der erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen hatte sich aber ausdrücklich für einen Verbleib des Bildes auf Hohenbusch ausgesprochen.

Am 17. Januar laden der Förderverein Hohenbusch und der Heimatverein der Erkelenzer Lande zu einem Vortrag ins Herrenhaus ein. Günther Merkens und Dr. Christina Leonhard-Schlippers referieren über die Mispel oder „Geldrische Rose“, die sich auch im Erkelenzer Stadtwappen findet.

(hewi)
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