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Noch ist keine Einigung mit dem Landesbetrieb NRW in Sicht

Aus dem Bezirksausschuss : Kreisverkehr soll Gefahrenquelle beheben

Der Kreuzungsbereich von Lauerstraße, Fronderath und Gerderather Burgstraße (L 19, L 46) stellt nach Ansicht der Anwohner und des Gerderather Bezirksausschusses eine Gefahrenquelle dar. Die Forderung nach einem Kreisverkehr beschäftigt die Gerderather seit Jahren.

Vor allem soll damit neben der Reduzierung von Staus durch eine Verbesserung der Abbiegesituation auch die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer erhöht werden. Im vergangenen Oktober waren die Ergebnisse einer Studie vorgelegt worden, mit der ein Planungsbüro von der Stadt und dem Landesbetrieb NRW beauftragt worden war. Diese hatte ergeben, dass ein Standardkreisverkehr mit einem Durchmesser von 32 Metern auch nicht zu realisieren sei, wenn ein Haus im Kreuzungsbereich rückgebaut würde. Insgesamt mangelte es am nötigen Platz für die Fußgänger, weshalb das Planungsbüro eine Kreuzung empfahl, die den Verkehrsflüssen angepasst würde.

Der Bezirksausschuss bat die Stadt jedoch, weiter in Richtung Kreisverkehr zu planen und Bedenken seitens des Landesbetriebes auszuräumen. Eine vorgestellte Variante wies immerhin einen Durchmesser von 26 Metern auf. Dies erfülle laut Aussage des Vorsitzenden des Bezirksausschusses, Peter London (CDU), durchaus bundesweite Standards. „Die Bürgersteige hätten mehr Platz, die Sicht für Pkw aus Richtung Fronderath würde verbessert und Lkw würden in alle Richtungen abbiegen können“, erläuterte er auf Nachfrage.

So wähnte er sich auf der sicheren Seite. Doch vor rund zwei Wochen kam der negative Bescheid des Landesbetriebes. Darin hieß es, dass der zur Verfügung stehende Platz auch für die kleinere Variante des Kreisverkehres nicht ausreichen würde. Eine praktikable Lösung sehe der Landesbetrieb einzig im Umbau der Kreuzung. London erklärte, dass die Maße im Regelwerk über Kreisverkehre geringer ausfielen als vom Landesbetrieb gefordert.

Der Bezirksausschuss bleibt jedoch weiter bei seiner Forderung nach einer Umsetzung eines Kreisverkehrs, der nach Londons Auffassung durchaus vor Ort realisiert werden könnte. „Selbst wenn der Fußgängerweg nicht die geforderten zwei Meter aufweist, stellt er gegenüber der vorherigen Breite auf jeden Fall eine Verbesserung dar“, erklärte er. Der Bezirksausschuss hält an seinen Beschluss von Oktober 2018 fest und will weiterhin einen Kreisverkehr umsetzen. „Wir werden auf jeden Punkt der Stellungnahme detailliert eingehen und versuchen zu vermitteln, dass jede Veränderung besser ist als der jetzige Zustand“, kündigte er an. Sollte der Landesbetrieb sich weiterhin nicht gesprächsbereit zeigen, werden sich die Gerderather mit ihrem Anliegen an das zuständige Ministerium wenden.

Erfolgreicher war der Bezirksausschuss bei den Fahrradabstellanlagen, die in Gerderath und Gerderhahn die sogenannten „Felgenkiller“ ersetzen sollen. Der Bedarf wurde abgefragt und wird im Herbst bewilligt, erklärte London. 2020 sollen die 20 Bügel in Gerderath am Bürgerhaus, am Schwimmbad, an der Vossemer Straße und an der Physio-Praxis aufgestellt werden. In Gerderhahn werden je fünf Bügel mit Überdachung an der Mehrzweckhalle und an der Kirche aufgestellt.