Neues Veranstaltungsformat in Wassenberg wird zum rundum gelungenen Event

Gelungene Premiere : „Soul, Food and Music“ am Roßtorplatz

„Wunderbarer Sommerabend“, dazu „geniale Musik und gutes Essen“. So und ähnlich lauteten die Kommentare zu dem neuen Veranstaltungsformat, mit dem die „Kulturmacher“ der Stadt Wassenberg unter dem Titel „Soulfood & Music“ am Samstagabend einmal mehr auf dem Roßtorplatz von sich reden machten.

Die Band „Miss She & the Coconuts“ mit Mitgliedern aus Erkelenz und Mönchengladbach überzeugte dabei in drei Sets bis in den späten Abend hinein mit wunderbar gecoverten Songs.

Er habe den Auftrag vom Bürgermeister bekommen, sich etwas Neues zu überlegen, was die bisher bekannte Rock-Pop-Oldie-Nacht ersetzen könne, erzählte Jürgen Laaser, Mitarbeiter der Kunst, Kultur und Heimatpflege Wassenberg gGmbH am Rande der Veranstaltung. Zuerst sei ihm der Name eingefallen, „unter der Dusche“, schmunzelte er. Dann habe er direkt an diese Band gedacht, die er vor zwei Jahren in der Leonhardskapelle in Erkelenz gesehen habe. Annika Schmitz, Geschäftsführerin der städtischen Gesellschaft, gefiel das Konzept und machte sich gleich ans Werk, entwickelte selbst das neue, sommerfrische Logo in Türkis und Pink, mit dem die beiden dann gemeinsam das neue Konzept bewarben.

Lange Schlangen

Trotz schriftlicher Info machte sich Laaser sogar persönlich auf den Weg zu den Anwohnern des Roßtorplatzes und warb bei ihnen um Verständnis für die neue Abendveranstaltung. Für alle Gastronomen ließ er Bierdeckel mit dem neuen Logo drucken und lud zudem weitere Anbieter von „Soulfood“ ein. Es sollte halt auch für den kleinen Hunger zwischendurch etwas dabei sein. „Ganz bewusst wollen wir hier jedoch kein neues Streetfood-Festival installieren“, betonte Laaser. Zusätzlich zur vorhandenen Gastronomie gab´s also Hamburger und Pommes Frites, Flammkuchen, frisch frittierte Kartoffelspiralen, französisches Baguette und Wein sowie einen Cocktailwagen. Das tat der am Platz vorhandenen Gastronomie keinen Abbruch. Alle Terrassen waren voll besetzt und vor der auf dem Platz ansässigen Brauerei bildeten sich lange Schlangen vor der Außentheke.

„Das Wetter spielt uns natürlich in die Karten“, freute sich Laaser und hatte mit dem Wunsch nach fünf Grad Celsius weniger sogar ein Luxusproblem. „Ein Open Air ohne Eintritt steht und fällt mit dem Wetter“, erklärte er. „Wenn die Leute keinen Eintritt zahlen müssen, kommen sie natürlich nur, wenn das Wetter gut ist.“ Es war gut, sehr gut sogar, wie alles andere an diesem perfekten Abend auch. „Ich hatte mit weniger gerechnet“, gab sich Laaser derweil bescheiden.

„Miss She & the Coconuts“ mit Steffi Heym (Gesang), Ujo Hearing (Gitarre), Rolando Rossini (Bass) und Tom Tomsen (Schlagzeug) kamen beim Publikum gut an. „Besser hätte es nicht laufen können“, freute sich Steffi Heym überaus glücklich nach schweißtreibendem Auftritt. Ein bisschen Angst habe sie im Vorfeld schon gehabt bei diesem neuen Konzept. „Aber das hier hat richtig Spaß gemacht“, war sie bei der Premiere vollauf begeistert. „Die Leute haben von der ersten Sekunde an geklatscht und mitgesungen, obwohl es so warm war.“ (anna)

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