Neues Gemeinschaftshaus am Umsiedlungsstandort soll 2022 fertig sein

Umsiedlung : Neues Gemeinschaftshaus bis 2022

Die künftige gemeinsame Mehrzweckhalle der Umsiedlungsorte Keyenberg, Kuckum, Berverath und Unter- und Oberwestrich soll mehr sein als eine Mehrzweckhalle. Darin sind sich der Architekt Thomas Duda und die Jury aus Fachleuten, Umsiedlern und Vertretern der Stadt einig.

Ein Gemeinschaftshaus sollt entstehen, das auch mit der gegenüber geplanten Kirche eine Einheit und zugleich neue Ortsmitte ergeben soll. 13 Architekten und Büros hatten ihre Vorschläge eingereicht. Als Sieger setzte sich der aus Bergisch-Gladbach stammende Architekt Duda mit seinem Entwurf durch, der ebenso wie die geplante Kirche die Form des rheinischen Vierkanthofes aufnimmt. Dudas Entwurf hat diese Idee aufgenommen und fortgesetzt, um einen Dialog zwischen den beiden prägenden Gebäuden zu schaffen. Sein Entwurf ist ebenso wie die der anderen Teilnehmer bis zum 23. Mai im Flur der ersten Etage der Stadtverwaltung zu sehen.

Bei der Präsentation des Entwurfs im Rathaus hoben die Architekten Aysin Epehci und Simon Hubacher von der Fachjury hervor, dass die Aufgabe nicht als Schaffung einer weiteren Mehrzweckhalle mit Ausrichtung auf Sport und Feste verstanden wurde. Denn eine Mehrzweckhalle im klassischen Sinne befindet nicht weit in Borschemich (neu). „Wir wollten auch eine mögliche Konkurrenz vermeiden“, führte Epehci aus. Darüber hinaus sollte der Grünzug, in dem die Halle liegen wird, in die Planung einbezogen werden. Dudas Entwurf setzte diese Anforderungen konsequent um.

Das geplante Gebäude ist in der Grundfläche größer als der Kirchenbau gegenüber, jedoch niedriger. Er greift Fluchten auf, die durch die Kirche vorgegeben sind, und setzt sie fort. Geplant ist auch ein Innenhof, der die variable Nutzung des Gebäudes erweitert. Gleich nebenan liegt auch die Festwiese. Architekt Duda selbst sprach von einer Vielfalt an Möglichkeiten, um „Leben am neuen Ort entstehen zu lassen“. Die Planung eines öffentlichen Gebäudes an einem so heterogenen Ort sei durchaus anspruchsvoll, betonte der Architekt. „Jedes Haus dort ist ein Einzelstück“, erklärte er. „Ein öffentliches Gebäude muss aber hervorstechen, um eine identitätsstiftende Wirkung zu entfalten.“

Architekt Thomas Duda und sein Entwurf für die neue Mehrzweckhalle im Umsiedlungsstandort. Foto: Helmut Wichlatz

Wichtig sei ihm beim Entwurf auch die Einbindung in die Landschaft gewesen. „Wir haben eine Typologie für einen neuen Ort geschaffen, der Vergangenheit hat“, fasste Dudas Kollegin Cathérine Minnameyer den Entwurf zusammen.

Nach der Wahl des Entwurfes gehen Stadt und Architekt nun in konkrete Verhandlungen bezüglich der Umsetzung. Fertig sein soll das Gemeinschaftshaus spätestens 2022.

Mehr von Aachener Nachrichten