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Arbeiten an der Stromtrasse: Neue Seile, Isolatoren und Fundamente

Arbeiten an der Stromtrasse : Neue Seile, Isolatoren und Fundamente

Sie ist mittlerweile 50 Jahre alt und wird nun generalüberholt: Die weithin sichtbare Stromtrasse, die sich mit ihren mächtigen Masten durch die Region zieht. Nun wird die Freileitung zwischen Waldfeucht-Haaren und Niederzier saniert.

Der Netzbetreiber Amprion hat deshalb nun mit vorbereitenden Bodenuntersuchungen begonnen. Seit der zweiten Novemberwoche untersucht das Dortmunder Unternehmen den Baugrund im Bereich der Strommasten zwischen der Umspannanlage Oberzier in Niederzier und Haaren. „Die Untersuchungen dauern voraussichtlich bis Mai 2021 an“, so Amprion-Projektsprecherin Anne Frentrup.

Grund für die routinemäßige Untersuchung, bei der mit einem speziellen Bohrgerät Bodenproben in einer Tiefe von sieben bis 20 Metern genommen werden, sind geplante Sanierungsarbeiten. Sie sollen voraussichtlich 2023 starten. Die Leitung verläuft über rund 50 Kilometer von der Umspannanlage Oberzier in Niederzier südlich an Jülich, östlich an Geilenkirchen und westlich an Heinsberg vorbei bis nach Haaren. Frentrup: „Den Abschnitt westlich von Dremmen zwischen Heinsberg und Uetterath (neun Masten) wird Amprion voraussichtlich bereits zwischen Juli und November 2021 sanieren.“

Die Sanierungsarbeiten sind aufgrund des Alters der Leitung erforderlich: Über 50 Jahre hat sie einen wichtigen Beitrag für den Stromtransport geleistet. Amprion wird die Leiterseile der beiden oberen 380-kV-Stromkreise erneuern, die Isolatoren tauschen und den Stahl an 132 Masten sanieren. Darüber hinaus können in einigen Fällen Fundamentsanierungen erforderlich sein. „Im Vorfeld der Sanierungsmaßnahmen kann es im Januar und Februar vereinzelt zu Holzarbeiten entlang der Stromtrasse kommen“, heißt es.

„Die Eigentümer und Bewirtschafter der Flächen, auf denen unsere Masten stehen, haben wir bereits über die Baugrunduntersuchungen informiert. Sollten wir jedoch jemanden durch unsere Anschreiben nicht erreicht haben, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme“, erklärt Amprion-Projektsprecherin Anne Frentrup. „Durch unsere Arbeiten entstehende Flurschäden werden selbstverständlich reguliert. Außerdem haben wir mit dem Büro ,Landschaft!’ aus Aachen erfahrene Experten für die ökologische Baubegleitung an unserer Seite.“

Für allgemeine Fragen während der Baugrunduntersuchungen hat Amprion werktags von 8 bis 20 Uhr eine kostenlose Hotline unter 0800/58952474 geschaltet.

(red)