Waldfeucht-Bocket: Musikvereins St. Josef Bocket: Frühjahrskonzert

Waldfeucht-Bocket: Musikvereins St. Josef Bocket: Frühjahrskonzert

Seit über 20 Jahren ist es gute Tradition, dass sich der Musikverein St. Josef Bocket bei seinem Frühjahrskonzert mit einem abwechslungsreichen Programm einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Mit einer interessanten und spannenden Mischung verschiedener Musikstile, vom traditionellen Marsch über bekannte Melodien der Rockband „Police“ bis hin zu symphonischen Ouvertüren für modernes Blasorchester, überzeugte der Musikverein St. Josef Bocket unter der Leitung von Jos Vogelsein das Publikum.

Für weitere musikalische Highlights sorgte als Gastverein der Instrumentalverein Süsterseel unter der Leitung seines Dirigenten Maurice Dubislav. Längst hat die Blasmusik die konventionellen Pfade verlassen und sich aufgemacht in moderne und progressive Musiklandschaften. Demnach präsentierten sich beide Orchester zeitgemäß und aufgeschlossen. Das breit gefächerte Repertoire hatte für jeden Geschmack etwas parat.

Der Musikverein St. Josef Bocket gestaltete seinen Konzertauftakt mit der eindrucksvollen Komposition „Sonority“ von Peter Riedemann, die Moderation übernahm Christina Schiffers. Mit den „Pacifics Dreams“ von Jacob de Haan beschrieb das Orchester eindrucksvoll die Erfahrungen von Miguel, einem reisenden Komponisten aus Spanien, der sich von seinem Heimatland ziemlich entfremdet fühlt. Die Ballade „Broken Vow“ ist eigentlich für Gesang oder Violine geschrieben, der Musikverein Bocket spielte sie beseelt und zu Herzen gehend, in einer Bearbeitung für Saxophon und Orchester.

Alte Traditionen in schönster Weise vereinten sich mit modernen Rhythmen und melodischen Linien beim „Music for a Solemnity“, und fetzig ging es zu in einem außergewöhnlichen Arrangement für Blasorchester beim „Hotel California“. Mit „The Police on Stage“ verabschiedete sich der Musikverein St. Josef Bocket von seinen Gästen, die von der Leistung des Orchesters so begeistert waren, dass man erst nach zwei Zugaben und lang anhaltendem Beifall, die Bühne für den Instrumentalverein Süsterseel frei machen konnte.

Das moderne Blasorchester aus dem Selfkant eröffnete eindrucksvoll mit dem Marsch „Arsenal“ und mit dem „Concerto d‘Amore“. den zweiten Konzertteil. Aus dem Bereich der Filmmusik erklang mit teils wuchtigen, teils filigranen Klangbildern mit viel Dynamik „The Music of James Bond“.

Moderne Blasmusik vom Feinsten wie bei „The new Village“, „Another Day in Paradiese“ und „Let me entertain you“ begeisterte das Publikum. Die vielschichtige Komposition „Moments for Morricone“ gab dem Orchester die Möglichkeit, sich musikalisch voll und ganz zu entfalten.

Den passenden Schlusspunkt unter den Konzertabend setzten dann die Musiker des Instrumentalvereins Süsterseel mit ihrem Lieblingsstück „Ross Roy“ von Jacob de Haan. Dirigent Maurice Dubislav bestach mit Präzision und Souveränität. Durch das Programm führte auf unterhaltsame Weise Guido Schürgers.

(utz)
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