Musikverein Eintracht Birgelen: beim Winterkonzert bestens aufgelegt

Winterkonzert : Musikverein Eintracht Birgelen bestens aufgelegt

Unter dem Motto „Crossover“, was soviel heißt wie „Verschmelzung verschiedener Genres der Musik“, fand das traditionelle Winterkonzert des Musikvereins Eintracht Birgelen in der Aula des Gymnasiums Hückelhoven statt.

Kapellmeister Jan van Hulten hatte ein buntes Programm sinfonischer und moderner Blasmusik vorbereitet, das dann auch beim begeisterten Publikum keine Wünsche offen ließ.

Eine Präsentation erfolgreicher Jugendarbeit und musikalischer Ausbildung bot zunächst das Jugendorchester des Musikvereins Birgelen unter der Leitung von Michael Dilsen. 29 Jugendliche musizierten konzentriert und ohne spürbare Nervosität. Die Moderation mit Hintergrundinformationen zu Komponisten und Musikvorträgen übernahmen gekonnt Lisa-Marie Baumgart und Annika Winkens. Sicher und fehlerfrei waren die Vorträge des Nachwuchsorchesters. Keine traditionellen Märsche oder Polkas, sondern moderne zeitgemäße Arrangements wie: „Music from The Hunger Games“, „Fire of Mazama“ und „Celtic Air and March“ wurden präsentiert. Dass man damit dann auch genau richtig lag, zeigte die Begeisterung der Zuhörer, die das Jugendorchester nicht ohne Zugabe von der Bühne ließen.

Gewohnt sicher trat dann der Musikverein Birgelen auf. Unter der Leitung seines Dirigenten Jan van Hulten bestach das große Blasorchester bei sorgfältiger und ausgewogener Interpretation vor allem durch sein gefühlvolles Spiel und seinen insgesamt sehr kompakten Sound. Im stetigen Wechsel zwischen moderner Blasmusik und anderen konzertanten Besonderheiten zeigte man sich getreu dem Konzertmotto: Crossover.

Die moderne Ausrichtung des Programms hatte durchaus auch ihren Reiz, eine Herausforderung für das Orchester waren jedoch die konzertanten Arrangements, die man im vergangenen Jahr erfolgreich beim Wertungsspiel präsentierte. Den Abend moderierte routiniert Ruth Jansen, die humorvoll und informativ zu den einzelnen Stücken überleitete.

Eröffnet wurde das Winterkonzert mit dem Pasodoble „Arturo Masmano“. Danach folgte die viersätzige Komposition „Puszta“ von Jan van der Roost, die durch zahlreiche Wechsel der Melodieführung in den einzelnen Registern und durch exakt gesetzte Einsätze gefiel. Ein musikalischer Leckerbissen war „Victor´s Tale“ mit einem bestechend perfekten Klarinettensolo von Silke Dilsen. In einer „Nebenrolle“ fungierte Ehrenmitglied Werner Schmitz und als Gastmusikerin am Akordeon Beate Stuckenbröcker.

Mit vollem Orchesterklang bei „Flight oft he Piasa“ ging es dann in die wohlverdiente Pause, um danach in der Rhapsodie „Lignum“ zwei deutsche Volkslieder („Das Lieben bringt groß` Freud“, und „Ich weiß nicht was soll es bedeuten“), musikalisch neu bearbeitet, passend zu präsentieren. Bei der gezeigten Leichtigkeit und Exaktheit, mit der das Orchester die viersätzige „Sinfonietta Nr 2“ musikalisch ausgereift darbot, ließ die Zuhörer kaum erahnen, wie viel Detailarbeit Dirigent und Musikerinnen und Musiker im Vorhinein zu leisten hatten. Zweifellos profitierte die Intonation vom gefälligen und schönen Gesamtbild der Kompositionen „Aurora Borealis“ und „Crossline“ zum Abschluss des Winterkonzertes

Höhepunkt und das absolute „Sahnehäubchen“ im Programm war dann die Zugabe aus „Phantom der Oper“ mit Gesangssolistin Angelina Wilms, wofür es verdientermaßen Ovationen vom begeisterten Publikum gab. Der Musikverein Eintracht Birgelen beendete den Konzertabend mit dem altrussischen Marsch „Abschied der Slawin“.

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