Mundart-Liederabend beim Heimatverein Schafhausen

Mundart-Liederabend : Platt, das auch die Jugend begeistert

Zu den wichtigen Standbeinen der Heimatvereine gehören die Plattdeutsch-Abende. Mit überraschenden Angeboten weiß dabei der Heimatverein Schafhausen seine Gäste und Mitglieder immer wieder zu überzeugen.

Diesmal waren die Chorgemeinschaft Katzem-Lövenich unter der Leitung von Theo Schläger und Karl Lieck aus Wassenberg Mitgestalter des Mundart-Liederabends in der Pfarrkirche St. Theresia in Schafhausen.

„Das Plattdeutsch, das ich beherrsche, ist das Katzemer Platt“, stellte Theo Schläger sich und seine Chorgemeinschaft dem Publikum vor. Seit 58 Jahren leitet der ehemalige Volksschullehrer seine Chorgemeinschaft aus Kirchen- und Jugendchor, die ihre Lieder auch bei Messen in Plattdeutsch vortragen. „Wir hatten während eines Auftritts beim Heimatverein Wassenberg den Schlager ,Über sieben Brücken musst du gehen’ in Plattdeutsch vorgetragen“, erzählte er einleitend. „Dafür musste nachträglich der Gema rund 100 Euro gezahlt werden“. Seitdem komponiere und texte er die Lieder selber.

An diesem Abend präsentierte die Chorgemeinschaft rund zwei Stunden ihr Programm mit Chor- und Solobeiträgen und zum Mitsingen durch das Publikum. Dass Plattdeutsch auch Jugendliche begeistern kann, belegte der Jugendchor mit besonderer Bravour. Mit den Textvorlagen gelangen denn auch die Mitsingpassagen im Programm, durch das Hans-Josef Heuter vom Heimatverein Schafhausen moderierend führte.

Mit seinen Beiträgen „Ues Moddersproak“, „Kühme on Klaare“, „Minne Opa“ und „Wu ech jeboare bön“ demonstrierte als Gastsänger auch Karl Lieck mit seinen bekannten Plattdeutsch-Liedern von seiner CD die gute Zusammenarbeit der Heimatvereine im Kreis Heinsberg.

Bevor zum Schluss mit dem Schunkellied „Det es de Wooder Wend“ an diesem Abend weitere Plattdeutsch-Varianten zum Tragen kamen, verwies Hans-Josef Heuter auf das bevorstehende Fahnenfest des Heimatvereins Schafhausen vom 20. bis 23. Juni. „Dann ist diese Kirche wieder Ort eines Festaktes, bei dem die restaurierte Schafhausener Landwehrfahne der Öffentlichkeit vorgestellt wird und die Geschichte ihrer Rettung im zweiten Weltkrieg und die Rückgabe nach einer Odyssee an den Heimatverein erzählt werden wird“, berichtete Heuter dem Publikum. Die Einladung zur Teilnahme an die Mitwirkenden und das Publikum wurde nicht vergessen.

An diesem Plattdeutsch-Abend war dem Heimatverein Schafhausen mit dem besonderen Programm die Umsetzung des Wunsches „viel Spass an de Freud bi oos Platt“ mal wieder gelungen.

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