Mitgliederversammlung des Fördervereins Haus Hohenbusch

Haus Hohenbusch : Große Spannung und hohe Qualität

Der Förderverein präsentierte bei seiner Mitgliederversammlung eine Reihe von Projekten und Ideen, mit denen Hohenbusch noch attraktiver gestaltet werden soll. Dabei stehe jedoch die Qualität im Vordergrund, betonte der Vorsitzende Frank Körfer.

„Wir suchen Veranstaltungen, die zu Hohenbusch als Ort passen“, betonte er in seinem Tätigkeitsbericht. Eine solche Veranstaltung sei die Hubertusmesse der Kreisjägerschaft, die erstmals im November vorigen Jahres mit über hundert Gästen auf Hohenbusch gefeiert wurde. Eine weitere Veranstaltung, die nach Hohenbusch passt, stellte Marc Jansen vom Hetzerather My-Verein vor.

Der Verein möchte am letzten Septemberwochenende ein Apfelfest mit Äpfeln aus Hohenbusch veranstalten und unter anderem Apfelsaft pressen. Körfer betonte, dass schon seit Jahren die Bürger aus der Umgebung nach Hohenbusch kämen, um dort Äpfel zu pflücken und aufzusammeln. Zum Apfelfest wird es auch erstmals die Hohenbuscher Bonbons zu kaufen geben, die Christine Leonhards-Schippers vom Förderverein gemeinsam mit einem Simmerather Bonbonmacher aus Hohenbuscher Kräutern wie der Melisse entwickelt hat.

Doch auch abseits der Events und Festlichkeiten ist der Förderverein mit seinen 231 Mitgliedern überaus aktiv. So wurde im Musikzimmer des Herrenhauses ein Klavier aufgestellt, an dem Besucher spielen dürfen, wenn sie es können. Auch rund ums Herrenhaus sind die Ehrenamtler im Einsatz. Mit der „Freitags- oder Samstagsgruppe“, die der legendären Dienstagsgruppe des Vereinsgründers Heinz Küppers folgte, wird fleißig gearbeitet.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. So wurde der Kräutergarten verlegt, um Platz zu schaffen für die Terrasse des Klostercafés und einen blindengerechten Duftgarten, der in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege entlang der hinteren Fassade des Herrenhauses angelegt wird. Der sogenannte Brevierweg um das Herrenhaus wurde ertüchtigt und mit Bänken versehen. Informationstafeln klären über die wechselhafte Geschichte des ehemaligen Kreuzherrenklosters und seine heutige Nutzung auf.

Langsam komme altes Hohenbuscher Inventar zurück, berichtete Körfer weiter. So wurden dem Verein drei barocke Ölgemälde aus der Klosterzeit geschenkt, die sich im Nachlass eines der letzten Besitzer Hohenbuschs befanden. Die Bilder sollen nun restauriert werden und dann im Herrenhaus wieder ihren Platz finden. Vor dem Herrenhaus wird eine Bronzeplastik des Erkelenzer Künstlers Michael Franke aufgestellt, die er anlässlich des 20. Geburtstages des Vereins kreiert. Abgebildet sein werden die Gebäude, die in der Vergangenheit das Klosterensemble bildeten. Finanziert wird die Plastik auch durch Zuschüsse der Kreissparkasse und des Landschaftsverbandes. Die Plastik soll auch mit Blindenschrift versehen werden und Anfang 2020 fertig sein.

Über geplante Projekte berichtete Hochbauamtsleiter Martin Fauck, seines Zeichens auch Mitglied des Fördervereins und Vertreter der unteren Denkmalschutzbehörde. Nach Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten am und im Herrenhaus sowie der aufwendigen Reparatur des Daches des Klostercafés folgten nun die Terrasse hinter dem Café, der Scheunenboden sowie Fassadenarbeiten an Gebäuden im vorderen Hof. Dort hat die Stadt darüber hinaus alle Türen und Fenster ertüchtigt und gestrichen. Nun folgt noch ein Dohlenschutz für die Dächer.

Abschließend machte Körfer es noch einmal spannend, als er verkündete, dass sich unter dem Herrenhaus zwei verborgene Kellerräume befänden, von deren Existenz man bislang nicht gewusst hatte. Er kündigte zunächst weitere Untersuchungen mit einer Teleskopkamera an. „Es bleibt spannend“, erklärte er.

Nicht verborgen geblieben war natürlich auch die eigentliche Attraktion des Abends. Denn seitlich zum Herrenhaus wurde in Absprache mit der Stadt ein Brunnen errichtet. Aufgrund archäologischer Untersuchungen wisse man, dass sich an dieser Stelle ein Brunnen befunden hatte. Der Brunnen trägt den Namen der Kölner Heiligen Odilia, die bis heute Namenspatronin der Kreuzherren ist. Der „Odiliabrunnen“ wurde im Anschluss an die Versammlung eingeweiht und in Betrieb genommen.

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